Vom Wohnhaus zum Kinder-Campus

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Das alte Wohngebäude in der Rindelbacher Moselstraße, oberhalb des Kindergartens, ist aufwendig für die Einrichtung von zwei Krippengruppen umgebaut worden.

Im Rindelbacher Ortschaftsrat wird der Abschluss des 1,75 Millionen-Umbauprojektes der Kindertagesstätte präsentiert. Was alles umgesetzt wurde.

Ellwangen

Wegen des hohen Betreuungsbedarfes und der Einführung der Ganztagesbetreuung im Jahr 2016/2017 hat die Stadt ein Wohnhaus in der Moselstraße zur Umnutzung als Kinderkrippe erworben.

Die dafür notwendigen Arbeiten sind nun zum Abschluss gebracht worden.

Das Ergebnis wurde im Ortschaftsrat vorgestellt. Die Leiterin des Tiefbauamtes, Elisabeth Balk und Architekt Manfred Seifert vom Stadtbauamt erläuterten die Arbeiten am neu gestalteten Gebäude. In unmittelbarer Nähe befindet sich darunter der Rindelbacher Kindergarten.

Das ehemalige Wohngebäude in der Moselstraße wurde für die Erfordernisse von zwei zusätzlichen Krippengruppen umgebaut. „Die bestehende Kapazität im Rindelbacher Kindergarten reichte nicht mehr aus“, erklärte Ortsvorsteherin Johanna Fuchs. Weil aber der Bedarf an Betreuungsplätzen weiter wuchs, wurde ein Anbau an das neu gestaltete Wohngebäude angefügt. In ihm ist Platz für einen dritten Gruppenraum.

Die Energieversorgung des Umbaugebäudes wurde ohne fossile Brennstoffe konzipiert. Die Wärmeerzeugung übernimmt eine elektrische Wärmepumpe, die die Fußbodenheizung speist. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach liefert den benötigten Strom.

Das Raumkonzept im Krippengebäude umfasst je Geschoss ein Kinder-WC, Gruppen- und Schlafraum. Im Erdgeschoss befindet sich eine Verteilerküche für alle drei Gruppen sowie ein zentraler Teamraum. „Der Anbaubereich der dritten Gruppe ist flexibel für Kinder unter, beziehungsweise über drei Jahre ausgelegt“, erläuterte Manfred Seifert. „Die beiden Einrichtungen in der Moselstraße 7 und 9 sind durch eine Verbindungsrampe und den miteinander verzahnten Außenanlagen zu einem großen Kinder-Campus verschmolzen und bilden nun eine Einheit“, ergänzte Elisabeth Balk.

Die beiden Krippengruppen sind seit Inbetriebnahme im September 2020 mit insgesamt 20 Kindern voll belegt. Für die dritte Gruppe liegen bereits 14 Anmeldungen vor. Elisabeth Balk bezifferte die Gesamtkosten des Bauprojektes auf 1,795 Millionen Euro. An Förderungen erhielt die Stadt 478 000 Euro.

Johanna Fuchs bedankte sich bei den Eltern, die sich mit 250 Stunden an Eigenleistungen am Umbau beteiligten sowie der ehemaligen Leiterin Roswitha Traub, den Mitarbeitern der Stadt und den Anwohnern .

Aus dem Ortschaftsrat Rindelbach

Der Ortschaftsrat Rindelbach empfiehlt in dem Gemeinderat, die Dach- und Fassadenarbeiten für den Faulbehälter auf der Kläranlage Schönau an die Firma Feral GmbH in Reutlingen zur Summe in Höhe von 328 588 Euro zu vergeben.
Aufgrund des Alters von rund 40 Jahren ist die Isolierung des Faulbehälters undicht geworden. Durch die Undichtigkeit entstehen für die Zufuhr an Energie zusätzliche Kosten, die durch die Sanierung der Isolierung kompensiert werden. Mit den Bauarbeiten wird Ende Juni 2021 begonnen.

Die Jugendlichen in Rindelbach dürfen sich freuen. Für die Aufstellung eines weiteren Bauwagens wurde vonseiten der Stadtverwaltung grünes Licht gegeben.ak

Die Einrichtungen sind zu einem Kinder-Campus verschmolzen.“

Elisabeth Balk, Leiterin Tiefbauamt

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