Vorurteilen mit Dialog begegnen

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Der Imam und Theologe Shahid Luqman (links) führte die Gäste bei einem Rundgang durch die Islamausstellung in der Stadthalle nach der Eröffnung.
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: In der Stadthalle wird die Ausstellung: „Eine Reise durch die islamische Zeit“ präsentiert. Was die Inhalte sind.

Ellwangen.

Für mehr Verständnis und Toleranz zwischen den Religionen und Kulturen wirbt die Islam-Ausstellung mit dem Titel: „Eine Reise durch die islamische Zeit“, die in der Stadthalle am Mittwoch eröffnet wurde. Oberbürgermeister Michael Dambacher, als Schirmherr der Ausstellung, sprach ein Grußwort.

Die Corona-Pandemie hat zu vielen Veranstaltungsabsagen geführt. „Umso begrüßenswerter ist es, dass die Islam-Ausstellung in der Stadthalle stattfindet, weil sie wichtige Aufklärungsarbeit leistet und den Islam von vielen verschiedenen Seiten beleuchtet“, sagte Michael Dambacher eingangs. Die Ausstellung wird von der islamischen Reformgemeinde „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ präsentiert.

Großes Engagement in der Stadt

Oberbürgermeister Dambacher bezeichnete diese als einen wichtigen Teil der Stadtgesellschaft Ellwangens. „Es gab schon viele schöne Begegnungen. Die Ahmadiyya Gemeinde engagiert sich für die Gesellschaft und bringt sich auch bei uns ein. Spenden für die Bürgerstiftung, Altenheimbesuche, die Putzaktionen an Sylvester oder der Charity-Walk zur Förderung der Integration sind gute Beispiele“, erwähnte der OB. Er sagte weiter: „Die Islam-Ausstellung in der Stadthalle will Vorurteile ausräumen,  informieren und bestmöglich aufklären. Sie ist auch ein Beitrag zur Friedensarbeit.“

Sajad Butt moderierte die Ausstellungseröffnung in der Stadthalle und nannte Zahlen und Fakten: „Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde Ellwangen zählt derzeit 108 Mitglieder und ist seit 1999 hier zu Hause, in Ellwangen, Crailsheim und Westhausen.“

Die Reformgemeinde „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ wurde bereits 1889 in Indien gegründet. Sie ist mit ihren vielen zehn Millionen Mitgliedern in über 220 Ländern weltweit die größte Gemeinschaft unter den organisierten Muslimen.

Islamische Reformbewegung

„In den einzelnen islamischen Staaten ist sie dennoch eine Minderheit. Sie finanziert sich ausschließlich durch Spenden ihrer Mitglieder und ist die am schnellsten wachsende islamische Reformbewegung“, erklärte Sajad Butt. Sie tritt ein für die ursprünglichen Werte des Islam: „Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen, Gerechtigkeit, Gleichwertigkeit von Mann und Frau, die Beendigung gewalttätiger Aktionen im Namen der Religion und für Menschenrechte“, so Butt.

Der Imam und Theologe Shahid Luqman betonte danach: „Die Islam-Ausstellung in der Stadthalle tritt ein für ein besseres Miteinander und für eine bessere Verständigung der Menschen.“

Danach führte der Imam die Gäste durch die Ausstellung. Auf großen Stellwänden wird zum Beispiel über den Koran, die Heiligen Stätten des Islam, die fünf Säulen des Islam, die Stellung der Frau im Islam und die Glaubensfreiheit und Friedenslehre   informiert. Ein Besuch in der Stadthalle lohnt.

Die Ausstellung ist auch ein Beitrag zur Friedensarbeit.“

Michael Dambacher, Oberbürgermeister

Das Programm rund um die Ausstellung

  • Die Islam-Ausstellung in der Stadthalle hat noch bis zum 13. März 2022 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am Donnerstag, 10. März 2022 findet um 17 Uhr in der Stadthalle ein Vortrag zum Thema „Gerechtigkeit - Das Fundament für den Frieden in der Welt“ statt.
  • Am Samstag, 12. März 2022 wird um 17 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Rassismus in der Gesellschaft, mehr Lösungen für Gerechtigkeit“ veranstaltet. Bereits um 14 Uhr spricht der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter(CDU)..  

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