Weihebüschel traditionell gesegnet

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Pfarrer Michael Windisch zelebriert vor der Kirche St. Wolfgang die Eucharistiefeier mit Weihbüschel-Segnung,

Am 20. Sonntag im Kirchenjahr feiern Katholiken die Aufnahme Marias im Himmel. In der Seelsorgeeinheit Ellwangen wurden an diesem Wochenende dazu Gottesdienste gefeiert.

Ellwangen

Die Eucharistiefeier am Sonntag in der Kirchengemeinde St. Wolfgang beging Pfarrer Michael Windisch mit gut 100 Gläubigen unter freiem Himmel auf dem Platz vor der Kirche. Da das Singen im Freien auch unter den derzeitigen Bedingungen erlaubt ist, konnte der Gottesdienst zum Lobe Marias mit Liedern der Gemeinde begleitet werden. In seiner Predigt erinnerte Windisch daran, dass auch Maria vor Zeiten in ihrer Situation als schwangere unverheiratete Frau Schwieriges erlebte und immer in der Hoffnung der Liebe Gottes getragen wurde. Diese christliche Hoffnung, dass Gott durch die Schöpfung zu uns spreche, gebe auch uns im Alltäglichen Hoffnung, so der Geistliche. Die Schöpfung sei es, die sich durch die Kräuterbüschel mit Früchten des Feldes und Garten zeige.

Liebevoll werden sie per Hand gesammelt und sollen von der Volkskunde her zur Abwehr von Unheil jeglicher Art dienen. Ihre Wirkung entfalten sie auf dem Dachboden aufgehängt oder dem Viehfutter beigemischt. Der Brauch stammt aus vorchristlicher Zeit und den Sträußen sollte Johanniskraut, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Eisenkraut, Wermut, Beifuß und alle Getreidesorten nicht fehlen. Sieben unterschiedliche Pflanzen sollten es mindestens sein. Es können aber auch 24, 72 bis zu 99 sein. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, wie sich auch am Sonntag an den Weihbüscheln zeigte.

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