Weihnachten in den Kirchen

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Der Christbaum auf dem Marktplatz mit Basilika und evangelischer Stadtkirche: Für die Weihnachtsgottesdienste gelten aufgrund der Pandemie besondere Vorgaben. Doch niemand soll ausgeschlossen werden.

Die Kirchengemeinden bemühen sich, dem Sicherheitsgebot in der Pandemie und dem Bedürfnis nach Zusammenkunft und Gemeinsamkeit gerecht zu werden.

Ellwangen

Das zweite Weihnachtsfest in der Pandemie und wieder stehen die Kirchen vor der Frage: „Wie können wir feiern, ohne die Gesundheit unserer Gemeinden zu gefährden?“ Die Pfarrer Martin Schuster und Martin Leitgöb erklärten im Pressegespräch, unter welchen Vorgaben die Weihnachtsgottesdienste stattfinden sollen.

In der evangelischen Stadtkirche muss das Krippenspiel an Heiligabend ausfallen, weil der Chor nicht üben kann. Stattdessen wird es um 15.30 Uhr einen Familiengottesdienst auf dem Marktplatz geben, bei dem eine Schola aus dem Kinderchor singt und der Posaunenchor spielt. Das wird der einzige evangelische Gottesdienst an Weihnachten sein, bei dem die Gemeinde singen kann. Bei der Christvesper (18 Uhr) und der Christmette (22 Uhr) werden jeweils nur die Schola singen. Für diese Gottesdienste ist eine Anmeldung beim Pfarramt erforderlich. Am 25. Dezember um 9.30 Uhr wird die Ellwanger Kantorei singen, am 26.12. um 9.30 Uhr der Posaunenchor spielen.

In die evangelische Stadtkirche dürfen maximal 180 Personen unter 3G-Bedingungen, kontrolliert wird nicht. Abstände, Masken und Verzicht auf das Singen sollen dem Schutz vor Ansteckung gerecht werden.

In der Basilika und in den Kirchen der Ellwanger Pfarrgemeinden gelten ähnliche Beschränkungen. Die Krippenfeiern finden im Freien statt, die Christmetten sind teilweise früher (Hl. Geist 18 Uhr, St. Patrizius 17 Uhr, St. Wolfgang 18 Uhr) und anmelden muss man sich auch. Allerdings dürfen die Katholiken beim Gottesdienst singen, wenn auch mit Maske.

Am Schönenberg gibt es ein digitales Anmeldemanagement unter www.schoenenbergkirche.de, wo man sich sogar den Platz aussuchen kann. An Heiligabend um 14.30 Uhr gibt es den Kinderkrippenweg im Freien, um 17.30 Uhr ist die Weihnachtsvesper der Klostergemeinde, zu der die Öffentlichkeit willkommen ist. Um 20 und 22 Uhr sind Christmetten. Ansonsten sind die Gottesdienste in den katholischen Kirchen zu den gewohnten Zeiten. Ein Gottesdienst wird auch im Internet übertragen.

Alle Akteure werden getestet

Während sich die Akteure vor jeder Probe und jedem Gottesdienst testen müssen, wird das von den Gottesdienstbesuchern nicht ausdrücklich verlangt beziehungsweise nicht kontrolliert. Dieses Vorgehen der Kirchen ist mit dem Regierungspräsidium beziehungsweise der Diözese abgestimmt.

„Es muss Orte geben, wo wir zusammenkommen. Die Impfung soll in der Kirche kein unterscheidendes Kriterium sein“, sagt Pfarrer Leitgöb dazu. Unabhängig davon fordern beide Pfarrer dazu auf, sich impfen zu lassen.

Am 4. Adventssonntag um 18 Uhr sollen die Kirchenglocken gemeinsam läuten. Ein Höhepunkt des Jahres soll der ökumenische Gottesdienst werden, der am 31. Dezember um 14 Uhr auf dem Marktplatz stattfindet. Bei diesem Gottesdienst wollen die Pfarrer an die Toten der Pandemie erinnern und gezielt auf die vielen offenen Fragen und die Zukunftsängste in der Pandemie eingehen. Gerhard Königer

„Wir möchten nicht in die Situation kommen, Gläubige an der Kirchentür abweisen zu müssen.“

Martin Schuster, Evangelischer Stadtpfarrer

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