Weizenstroh für Getränke „To Go“

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Coffe to go Becher verursachen eine Menge vermeidbaren Müll. Mit wiederverwendbaren, ökologischen Bechern aus Weizenstroh wollen Schüler des PG dagegen ansteuern.

Wie Schülerinnen und Schüler mit ihrer eigens gegründeten Firma „PGreen“ ökologische Becher produzieren und verkaufen wollen. Von Vera Mack

Ellwangen

Schüler des Peutinger Gymnasiums haben eine Schülerfirma mit dem Namen „PGreen“ gegründet. Ihr Ziel ist es, 150 ökologische Becher zu verkaufen. Nun gab es ein erstes Investorentreffen, auf welchem sich die Firmenleiter, die beiden Oberstufenschüler Manuel Grüner sowie Jonas Jäger, vorstellten und über das Gründungsverfahren und die vielfältigen Herausforderungen einer Firmengründung berichteten. Angefangen mit der Diskussion über die Produktart (ob Glas oder Becher) bis hin zu der Hürde, als Minderjähriger kein Firmenkonto auf der Bank eröffnen zu dürfen.

Anschließend stellten sich die übrigen Mitarbeiter der Firma vor, welche aufgegliedert sind in die fünf Abteilungen Verwaltung, Finanzen, Kommunikation, Design und Marketing.

Weizenstroh statt Plastikbecher

Nicht nur die Firma selbst, sondern auch das Produkt der Firma wurde vorgestellt. Es handelt sich hierbei um einen nachhaltigen Weizenstroh-Becher, der die normalen Einweg-To-Go-Becher ersetzen soll. Diese Becher werden dann mit dem Logo der Schülerfirma und dem Schloss Ellwangen graviert werden. Zudem haben die Becher ein Fassungsvermögen von 350 ml und sind auch für Spülmaschinen geeignet.

Die Firma entstand im Rahmen eines Seminarkurses, den die Schüler für ihr Abitur ablegen. Möglich wurde dies durch eines der bundesweiten sogenannten „Junior“-Programme, die 1994 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln ins Leben gerufen wurden. Die Teilnehmenden werden dabei durch Wissenserwerb sowie Erfahrungen unterstützt.

Bei dem Programm soll es darum gehen, wirtschaftliche und unternehmerische Prozesse den Schülern näher zu bringen. Die Schüler durften mit einem Startkapital von 900 Euro ihre Idee umsetzen. Das Startkapital wurde in Form von 90 Anteilsscheinen im Wert von 10 Euro von den Schülern selbst aufgebracht, welche die Scheine im Bekannten- und Freundeskreis verkauften.

Da die Schülerfirma viele Kriterien einer normalen Firma erfüllt, um die wirtschaftlichen Zusammenhänge so realitätsnah wie möglich erlebbar zu machen, müssen vom Budget auch Sozialbeiträge sowie Steuern gezahlt werden. Auch die zehn Mitarbeiter der Firma erhalten einen Lohn von 50 Cent pro Stunde, der berücksichtigt werden muss.

Über das erwirtschaftete Geld aus dem Verkauf der Becher wird am Ende des Schuljahres in einer Versammlung abgestimmt. Es wird an die Anteilseigner ausgezahlt oder nach Abstimmung gespendet.

Schwierigkeiten durch Pandemie

Doch Corona stellt auch die Gründer vor Schwierigkeiten, denn der Vertrieb der Becher sollte auch auf dem Ellwanger Wochenmarkt stattfinden. Das wird für die Schüler aber wohl erst ab dem Frühjahr möglich sein – je nach Corona Situation.

Bis dahin heißt es für die Firma also wie für jede andere Firma, das Beste aus der Situation machen und neue und kreative Vertriebswege erschließen.

So werden die Becher für fünf Euro bei der SMV des Peutinger-Gymnasiums erhältlich sein. Geplant ist zudem, sie über eine Homepage, die in den nächsten paar Tagen erreichbar sein soll, zu vertreiben. Eventuell wird der Becher auch über die Stadt Ellwangen vertrieben, beispielsweise in der Tourist-Information.

Erwerben Wann genau die Becher erhältlich sein sollen, ist jedoch noch unklar. Entweder diese oder nächste Woche sollen die produzierten Becher bei der Schülerfirma ankommen.

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