Wenn Jugendliche Bäume pflanzen

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Ellwanger Naturschutzwochen: Schülerinnen und Schüler der Mittelhofschule pflanzen am Kressbachsee Bäume. Jugendzentrum, Stadtgärtnerei und Wasserverband obere Jagst machen mit.
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Im Rahmen der 26. Umweltwochen arbeiten 15 Mädchen und Jungen der Mittelhofschule am Vorbecken des Kressbachsees und pflanzen 27 Laubbäume.

"Wenn jeder im Kleinen was macht, dann wird daraus das große Ganze."

Michael Dambacher, Oberbürgermeister

Ellwangen

Die Klasse 9a der Mittelhofschule ist am Donnerstag im "grünen Klassenzimmer". Um 9.30 Uhr marschieren die zehn Jungs und fünf Mädchen mit ihrer Lehrerin Ariane Grimm zum Kressbachsee. Auf den Wiesen steht noch der Frost, das Vorbecken ist komplett zugefroren. In der Schule wäre es wärmer, doch hier ist es schöner. Als sie ankommen warten dort schon Jutta Jakob und Margret Schreg vom Jugendzentrum, die Männer vom Wasserverband obere Jagst mit dem technischen Betriebsleiter Josef Gentner und Felix Rettenmeier von der Stadtgärtnerei.

Junge und Ältere arbeiten zusammen in Sachen Ökologie und Umweltschutz: Das ist Programm bei den Ellwanger Umweltwochen, die es bereits seit Jahrzehnten gibt. Anfangs ging es häufig darum, Müll aus der Landschaft zu sammeln. Am Donnerstag ist es ein Pflanzprojekt, das die städtische Naturschutzbeauftragte Larissa Wettemann mit den anderen geplant und organisiert hat. Entlang des Kressbachs und am Vorbecken sollen Bäume gepflanzt und mit Drahthosen zum Schutz gegen Biberfraß versehen werden.

Während die einen mit Spaten und Schaufeln Löcher graben, dort wo es der Pflanzplan vorgibt, schwingen andere den Vorschlaghammer oder bedienen die "Katze", um Stützpfähle in den Boden zu rammen. Felix Rettenmeier schleppt die Pflanzen herbei: Feldahorn, Sal-Weiden, Heckenkirsche, Weißdorn, Rosmarinweide,Kriechweide, Kornellkirsche und Felsenbirne. Insgesamt sollten 27 Bäume gepflanzt werden. Gentner hat die Pflöcke, das Drahtgitter, das Werkzeug dabei.

Als Oberbürgermeister Michael Dambacher gegen 11 Uhr auftaucht, ist das meiste schon geschafft. "So kann man Naturschutz leben. Ihr macht das wirklich ganz hervorragend", lobt er die Jugendlichen. "Das nützt uns allen in vielfältiger Form."

Jutta Jakob erklärt, dass die Initiative vom Jugendzentrum kam. Ursprünglich habe man einmal mit Schülerinnen und Schülern entlang der Schulwege pflanzen wollen. Mittlerweile sind es verschiedenste Projekte auf der ganzen Gemarkung, um die sich die "Naturentdecker", die "Klimahelden" und andere ökologisch aktive Gruppen kümmern. Was hier gepflanzt werde, müsse wahrscheinlich im Sommer gegossen werden und auch das will das Jugendzentrum übernehmen.

Es ist nicht nur Ökologie, Umwelt- und Naturschutz, sondern Klimaschutz im besten Sinn der hier geleistet wird. Die Mädchen und Jungen, die heute pflanzen, werden vielleicht in 50 Jahren noch ihren Enkelkindern sagen können: "Den Baum da habe ich gepflanzt." Die Mitarbeiterinnen des JuZe setzen darauf, dass die Aktionen in der Natur die jungen Leute sensibilisieren, dass sie zu Multiplikatoren werden.

"Wenn jeder im Kleinen was macht, dann wird daraus das große Ganze", sagt der OB und denkt schon daran, wie man die Schulen bei der Bepflanzung der Landesgartenschau einsetzen könnte. Damit dieses ökologische Großprojekt auch in den Köpfen der jungen Ellwanger Wurzeln schlägt.

Zunächst einmal ist jedoch das Vesper angesagt. Es gibt Butterbrezeln für alle.

Ellwanger Naturschutzwochen: OB Michael Dambacher und Josef Gentner pflanzen am Kressbachsee Bäume.
Ellwanger Naturschutzwochen: Schülerinnen und Schüler der Mittelhofschule pflanzen am Kressbachsee Bäume.
Ellwanger Naturschutzwochen: Schülerinnen und Schüler der Mittelhofschule pflanzen am Kressbachsee Bäume.
Ellwanger Naturschutzwochen: Schülerinnen und Schüler der Mittelhofschule pflanzen am Kressbachsee Bäume.

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