Wie das Jugend- und Kulturzentrum geplant wird

+
Das Ellwanger Jugendzentrum wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
  • schließen

Der Gemeinderat diskutiert über den Planungswettbewerb und das Raumprogramm.

Ellwangen. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend ging es um den Architektenwettbewerb für den Bau des neuen Jugend- und Kulturzentrums, das während der Landesgartenschau (LGS) 2026 als Treffpunkt BW die Anlaufstelle der Landesregierung sein soll.

Architekt Gerd Grohe (Stuttgart) stellte den Ausschreibungstext vor, in dem die Vorgaben für die teilnehmenden Planungsbüros stehen. In dem einstufigen Wettbewerb sollen aus allen Bewerbungen 20 Teilnehmer ausgelost werden, die dann ihren Entwurf im Detail beschreiben.

Am 28. Juli 2022 läuft die Abgabefrist für die Pläne ab, am 13. September entscheidet das Preisgericht.

Dem Sieger des Wettbewerbs winken 15 000 Euro Preisgeld und das Auftragsversprechen, das heißt, der Plan wird auch umgesetzt und das Siegerbüro wird das Bauvorhaben betreuen.

Zu beachten sind die beiden Nutzungsphasen des Neubaus, der Treffpunkt BW und der endgültige Zweck als Jugend- und Kulturzentrum mit Jugendtreff, Café Bandraum und Rückzugsräumen. Einzuplanen sind in dem Gebäude ein öffentliches WC sowie ein überdachter Parkplatz für den JuZe-Bus.

Armin Burger, Fraktionssprecher der CDU, äußerte „große Sorgen“ bezüglich der zu erwartenden Kosten und der Nutzung nach 2026. Die Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes sollten erweitert werden auf Senioren, Vereine und Dritte, zumal das Gebäude als Jugendzentrum bei den begrenzten Öffnungszeiten von 15 bis 19 Uhr ohnehin nicht ausgenutzt sei.

Dem entgegnete Johannes Boecker (Grüne), dass die weiteren Nutzungsmöglichkeiten nicht Gegenstand des Wettbewerbs seien und Herbert Hieber (SPD) verwies darauf, dass die Grundsatzdiskussion bereits im Herbst 2019 geführt worden sei: „Mit eindeutigem Beschluss, dass dieses Gebäude als Jugend- und Kulturzentrum zu planen ist.“

Berthold Weiß(Grüne) machte darauf aufmerksam, dass das Jugendzentrum zwar nur von 15 bis 19 Uhr geöffnet, jedoch den ganzen Tag genutzt sei: „Kooperationen mit Vereinen, Schulen, Gruppen sind schon jetzt Tagesgeschäft.“

Bettina Vierkorn-Mack sprach sich für multifunktional gestaltete Räume aus und Oberbürgermeister Michael Dambacher erklärte, dass die Multifunktionalität gesetzt sei. Am Raumprogramm müssten jedoch keine Veränderungen vorgenommen werden.

Einstimmig nahm der Gemeinderat den Ausschreibungstext zur Kenntnis. Wo nur „Jugendzentrum“ geschrieben steht, wird „Jugend- und Kulturzentrum“ ersetzt. Beschlossen wird die Ausschreibung am 10. Februar. ⋌Gerhard Königer

  • Fördermittel kommen
  • Der Planungswettbewerb wird über die „Stadtsanierung Südstadt – Jagstbogen“ finanziert. Für den Wettbewerb sind 100 000 Euro kalkuliert, für den Abbruch 200 000 Euro. Der Wettbewerb wird zu 30 Prozent mit einem Fördersatz von 60 Prozent gefördert, der Abbruch zu 100 Prozent, Fördersatz: 60 Prozent.

Zurück zur Übersicht: Stadt Ellwangen

Mehr zum Thema