Wie der dm-Markt auf die Jagstinsel kommt

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Auf der Jagstinsel direkt an der B 290 soll ein dm-Markt mit 700 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen.
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 Der Bebauungsplan „Insel“ ebnet den Weg zum neuen Drogeriemarkt direkt an der B 290.

Ellwangen. Am Mittwoch wurde den Mitgliedern des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrsangelegenheiten (ABUV) der neue Bebauungsplan „Insel“ vorgestellt, der die Bebauung der 0,55 Hektar großen Fläche zwischen Mühlkanal und Westtangente regelt. Das Grundstück gilt als besonders wertvoll, weil es ein Scharnier zwischen Landesgartenschaugelände und Innenstadt bildet und zudem direkt an der B 290 liegt.

Wo bislang ein innenstadtnaher Parkplatz mit 150 Stellflächen ist, soll ein zweigeschossiger Neubau entstehen mit großem Drogeriemarkt (dm, 700 qm Verkaufsfläche) und Bäckereicafé im Obergeschoss und einem öffentlichen Parkdeck im Erdgeschoss. Die Stadt hofft auf einen „Eyecatcher“, dm hat ein Vorzeigeprojekt mit hochwertiger und nachhaltiger Architektur zugesagt. Die Zahl der geplanten Parkflächen entspricht ungefähr dem, was derzeit vorhanden ist: 100 öffentliche Stellflächen und 40 für dm-Markt und Bäckerei.

Zugang von der Westtangente

Der Neubau soll auf sieben Meter an die Westtangente rücken. Zur denkmalgeschützten Stadtmühle hin soll das niedrigere Parkdeck mit Zufahrt liegen. Das Areal soll angefüllt werden, die Linie eines 100-jährigen Hochwassers wird um einige Meter nach Norden verschoben.

Vom Obergeschoss mit dem dm-Markt ist ein Übergang zur Westtangente vorgesehen. Fußgänger können an der dortigen Ampel die Bundesstraße queren und gelangen so schnell auf den Schießwasen und das Landesgartenschaugelände. Im Norden ist eine Fußgängerbrücke über den Mühlkanal geplant, schnelle Verbindung in Richtung Bahnhof.

Bauphase wird schwierig

In der Bauphase könnte auf dieser Route auch ein Teil des Baustellenverkehrs abgewickelt werden, da der Bau des dm- Marktes zeitlich mit den Baustellen Fußgängerbrücke über die Bahnlinie und Neubau Jugendzentrum zusammentrifft. „Da kann es im Mühlgraben eng werden“, meint Bürgermeister Volker Grab, denn in den nächsten drei Jahren wolle man alle drei Projekte verwirklichen.

Fritz Widmann (CDU) wollte wissen, ob sich der geplante dm und der Müller-Markt jenseits der Bahn nicht gegenseitig die Kundschaft wegnehmen. Volker Grab verwies auf die Expansionsstrategien der Unternehmen, die im Vorfeld solcher Planungen Marktsondierungen vornehmen. Bei einer Gegenstimme (Hariolf Brenner, FW/FBE) stimmte der Bauausschuss der Aufstellung des Bebauungsplans zu.

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