Wie der Schönenberg den „Guten Pater“ feiert

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Wie der Schönenberg den „Guten Pater“ feiert
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Zur Seligsprechung von Pater Philipp Jeningen vom 15. bis 17. Juli feiert auch die Kirchengemeinde Schönenberg ein großes Fest. 

Ellwangen. Die Seligsprechung von P. Philipp Jeningen am kommenden Wochenende wird ein großes Fest sowohl unten in der Stadt wie auch oben auf dem Schönenberg. Denn die Wallfahrtskirche ist „das sichtbarste Zeichen seines Wirkens“, sagt der Schönenbergpfarrer P. Dr. Martin Leitgöb. „Wir teilen die Freude über die Seligsprechung mit der Basilikagemeinde und der ganzen Stadt“, versichert er und schildert, wie man oben am Berg die Seligsprechung feiern will: Am Freitagabend um 21 Uhr beginnt die Lichterprozession vom Schönenberg zur Basilika, an der auch der Kardinal aus Rom teilnehmen wird. Kerzen werden vor Beginn gegen eine Spende verteilt. Unterwegs wird gesungen und gebetet.

Am Samstag bei der Marienvesper um 19 Uhr in der Wallfahrtskirche wird die über einen Meter große Votivkerze geweiht und entzündet, die der Frauenkreis Eigenzell mit Gertrud Haas gestaltet hat. Sie zeigt den Pater mit der Schönenbergkirche und soll für die nächsten Jahrzehnte neben der Statue Jeningens stehen und an die Seligsprechung erinnern.

Höhepunkt wird das Pontifikalamt am Sonntag um 10 Uhr am Bergaltar. Der Kirchengemeinderat hat dazu eigens einen festen Altar aus Muschelkalk beschafft, der dauerhaft am Hang aufgestellt wird. Gestaltet hat ihn der Bildhauer Matthias Schäffler, berichtet der Vorsitzende Guido Gruber. Das Pontifikalamt soll an die großen Wallfahrten der 1960-er und 1970-er Jahre erinnern, als sich Zehntausende um den Bergaltar versammelten. „Es soll ein großes Fest mit einer besonderen Atmosphäre werden“, meint Leitgöb, der die Menschen auffordert Klappstühle oder Picknickdecken mitzubringen, damit man sich auf der Wiese hinsetzen kann. Den Gottesdienst gestalten der Musikverein Rattstadt und Rindelbach, die erstmals ein gemeinsames Orchester bilden.

Parallel zum Pontifikalamt wird es eine Kinderkirche in der Wallfahrtskirche geben. Zum Abschluss und Segen kommen die Kinder dann zum Bergaltar.

Bewirtung wie bei Wallfahrten

Nach dem Gottesdienst werden die Vereine und die Schöneberggemeinde rund um die Wallfahrtskirche an zahlreichen Ständen bewirten wie man es früher bei den großen Wallfahrten erleben konnte. Durch das ganze Ambiente, den großartigen Blick auf die Stadt, die barocke Kirche und das besondere Ereignis werden die Menschen ein Fest mit einer einmaligen Stimmung erleben, ist Leitgöb überzeugt.

Der Schönenbergpfarrer kann sich gut vorstellen, dass durch die Seligsprechung Philipp Jeningens, der einst als Beichtvater für die Wallfahrt nach Ellwangen kam, der Zustrom von Gläubigen neu belebt wird. Man spüre schon jetzt eine Zunahme der Wallfahrten, was allerdings auch auf die zweijährige Einschränkung durch die Pandemie zurückzuführen sei. „Pater Philipp war ein Seelsorger in einer verwundeten Zeit“, sagt Leitgöb. Seine Hingabe in Demut könne beispielhaft sein, für die neue Gestalt der Kirche, um die in der heutigen Zeit gerungen werde.

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