Wie die Radwege durch Ellwangen geplant sind

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Entlang der B290 wird ein Radweg durch die Stadt geplant, als schnelle Verbindung und weil während der Landesgartenschau der Kocher-Jagst-Radweg in Ellwangen nicht nutzbar ist.

Ellwangen. Im kommenden Jahr soll die Hochbrücke umfassend saniert werden, auf der B 290 stehen Belagsarbeiten an. In dem Zug will das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) die Bundesstraße mit einer durchgehenden Radwegverbindung von der LEA bis zur Siemensstraße ausstatten. Im Bauausschuss stellte Heiko Engelhard, Leiter des Baureferats Ost, die Planung vor.

Wegen vieler Zwangspunkte entlang der Bundesstraße sei die Planung nicht das Optimum, das sich Radfahrer wünschen. Aber das Optimum, das man unter den gegebenen Umständen erreichen könne. Vom Südtor der ehemaligen Kaserne wird der bisherige Fußweg entlang der B290 zu einem drei Meter breiten Fuß und Radweg ausgebaut, mit Sicherheitstrennstreifen zur Fahrbahn hin. Ab dem Kreisel Schrezheim wird der Radweg zum Radfahrstreifen auf Fahrbahnniveau, 1,85 Meter breit. An der Einbiegung zum Edeka soll eine Verkehrsinsel mit Querungshilfe für Fußgänger entstehen.

Ab der Einmündung Hohenstaufenstraße wird es richtig eng, weshalb der Radfahrstreifen zu einem 1,25 Meter breiten Schutzstreifen wird, den Autos überfahren dürfen. „Eine Kompromisslösung“, wie Engelhard sagt, weil man die Radfahrverbindung durchgehend gestalten wollte, aber aufgrund der Platzverhältnisse keine separate Spur für den Radverkehr anlegen kann.

An der Scheffelstraße, die perspektivisch zu einer Radfahrstraße werden soll, wird der Radverkehr von der B290 abgeleitet und über die Aalener Straße in die Innenstadt geführt. Auf der Hochbrücke sind für Radfahrer und Fußgänger künftig keine separaten Wege vorgesehen. Erst ab der Einmündung Rotenbacher Straße werden die Radwege wieder entlang der Haller Straße geführt. Die Parkbuchten sollen hier entfallen.

Wichtige Verbindung zu neuem Wohngebiet

Bürgermeister Volker Grab teilte mit, dass die Planung des RPS in enger Zusammenarbeit mit der Stadt entwickelt wurde und manche Details noch offen sind. „Wir planen, als würde die Konversion schon starten“, erklärte er die Radwegeführung entlang der B290, die für die Bewohner des neuen Wohngebiets eine wichtige Verbindung, etwa zum Edeka sein wird. Klar sei aber auch, dass man jenseits der Bahnlinie, wo heute der Kocher-Jagst-Radweg verläuft, eine Alternative haben werde, die weniger direkt aber trotzdem noch schnell ist.

Mit der Einschränkung, dass diese Radwegeverbindung abseits des Autoverkehrs während der Landesgartenschau und womöglich auch schon während der Bauarbeiten nicht zur Verfügung stehen wird. Man muss wohl davon ausgehen, dass 2026, wenn mit besonders viel Radverkehr in Nord-Süd-Richtung zu rechnen ist, die B290 zwischen dem Kreisel Schrezheim und der Abbiegung Scheffelstraße besonders stark befahren wird.

Zum Nadelör für den Radverkehr wird dann die Querung der Bahnlinie werden, gab Hans-Peter Krämer (FW/FBE) zu bedenken, der deshalb davor warnte, die Hochbrücke komplett Fahrradfrei zu gestalten. Einzige Möglichkeiten, die Schienen zu queren, bleibt dann, wenn man nicht die geplante Fußgängerbrücke mit den Aufzügen nutzen will, die Unterführung am Schwurgericht. Wie der Radverkehr an dieser neuralgischen Stelle künftig gestaltet werden soll, ist bislang noch offen.

Der Bauausschuss stimmte der Planung bei einer Enthaltung zu.

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