Wie eine Bühne, die sich zum Brückenpark hin öffnet

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So soll das neue Jugendzentrum aussehen, das während der Landesgartenschau zunächst den Treffpunkt Baden-Württemberg bilden soll. Foto: gek
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Den Architektenwettbewerb für das neue Jugendzentrum, das 2026 zunächst Treffpunkt BW sein wird, gewinnt ein Büro aus Dresden.

Die Entwürfe sind in der Stadthalle ausgestellt

Die Arbeiten des Wettbewerbs können noch bis Sonntag, 18. September im Foyer der Stadthalle besichtigt werden. Es ist vorgesehen, die besten Arbeiten anschließend noch einige Zeit im Foyer des Rathauses zu zeigen. Die Öffnungszeiten für die Besichtigung der in der Stadthalle sind Donnerstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 14 Uhr, Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Ellwangen

Der Entwurf der Architekten Dirk Pussert und Achim Kosch aus Dresden gewinnt den 1. Preis beim Architektenwettbewerb für den Bau des neuen Jugendzentrums/Treffpunkt BW auf dem Gelände der Landesgartenschau 2026.

Das Preisgericht tagte am Dienstag, das Ergebnis wurde per E-Mail und am Mittwochabend in der Sitzung des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrsangelegenheiten, Betriebsausschuss bekannt gegeben. Dort stellte die Leiterin des Stadtbauamts, Elisabeth Balk, den Entwurf kurz vor: ein trapezförmiges, zweigeschossiges Gebäude, das sich zur Jagst hin beziehungsweise zum Brückenpark mit Treppe, Dachterrasse Glasfassade öffnet. Zur Bahnlinie hin ist die Front geschlossen.

Dem Siegerentwurf der Pussert Kosch Architekten aus Dresden bescheinigt das Fachpreisgericht: „...einen sensiblen und angemessenen Umgang mit dem besonderen Ort zwischen Stadt und Auenpark, (...) markante Figur im Gelände zwischen neuer Brücke, den Hochstraßen und dem Bahngelände.“

Außergewöhnlich seien die Begehbarkeit der Dachfläche und ein erhöhter Bühnenpavillon sowie die Sitztreppe als Tribüne, die sich zum Brückenpark hin anbieten. „Ein schönes Angebot für die Nutzung des Außenbereichs für Veranstaltungen“, sagt das Preisgericht dazu.

Die Gemeinderäte, die im Preisgericht vertreten waren, bestätigten diese Aussagen durchweg. Es habe auch eingeschossige Entwürfe gegeben, die jedoch zu viel Fläche benötigt hätten, meinte Hariolf Brenner. Der Siegerentwurf sieht einen Aufzug zur Barrierefreiheit vor.

Bettina Vierkorn-Mack gefiel die moderne, offene Art des Entwurfs, der viele Möglichkeiten einer kulturellen Nutzung biete. „Das wird ein Meilenstein für die Jugendarbeit“, war sie überzeugt.

Sieger aus 16 Entwürfen

Aus ursprünglich 70 Bewerbungen waren 20 Büros aufgefordert worden. 16 Wettbewerbsarbeiten wurden eingereicht. Das Büro Kohler Grohe Architekten aus Stuttgart hat die Wettbewerbsdurchführung begleitet, die eingereichten Unterlagen vorab geprüft und „hervorragend aufgearbeitet“, so Brenner.

Die Jury leitete Prof. Arno Lederer, unter den Fachpreisrichtern waren Wolfgang Riehle, ehemaliger Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg und der ehemalige Ellwanger Stadtbaumeister Siegfried Leidenberger. Die anderen Entwürfe zeigten Gebäude mit ganz unterschiedliche Formen vom strengen Quader bis zum Rundbau. Ein Büro kombinierte das Gebäude sogar mit einer langen Rampe, die Fußgänger und Radfahrer über die Bahnlinie führt. Eine schöne Idee, die zu spät kommt, die Brücke ist bereits beauftragt.

So soll das neue Juze von Westen, vom Brückenpark her aussehen.

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