Wie man grüne Bohnen veredeln kann

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Was tun mit der Flut an grünen Bohnen? Man kann sie nicht so schnell essen, wie sie wachsen.
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Wie man die grünen Bohnen am besten konserviert und wie sie am besten schmecken.

Ellwangen

Wer einen Garten hat und selbst Gemüse anbaut, kennt das Problem: erst sehnt man die erste Erdbeere, die erste Bohne, die erste Tomate herbei. Man gießt und päppelt das ganze Frühjahr bis man endlich etwas ernten kann. Und plötzlich wächst alles so schnell, dass man nicht mehr weiß wohin damit. Dann könnte man jeden Tag Zucchinigemüse mit grünen Bohnen und Spinat in rauen Mengen essen.

Was also tun? Natürlich kann man die Schätze des Gartens an Freunde und Bekannte verschenken. Doch in der Regel ist es so, dass die Zucchini eben nicht nur in einem Garten reifen sondern in allen. Und dass dann selbst Leute ohne grünen Daumen sich vor Gartengeschenken nicht mehr retten können.

Möglichkeit 2: Haltbar machen. Das bedeutet zwar noch einmal Arbeit, kann aber auch Spaß machen, weil sich so die Freude über das eigene Gemüse in den Herbst oder in den Winter verlängern lässt. In dieser Serie sollen anhand persönlicher Erfahrungen ein paar Methoden des Konservierens von Gemüse beschrieben werden und in dieser Folge ganz konkret, die Erfahrungen mit grünen Bohnen.

Die grünen Bohnen oder Stangenbohnen bringen in meinem Garten seit Jahren sicheren Ertrag. Das mag daran liegen, dass ich eine besonders anspruchslos Sorte erwischt habe. Seit fast zehn Jahren pflanze ich Bohnenkerne vom Vorjahr wieder in den Boden und ich bin überzeugt, dass sich die Sorte so an das Klima in meinem Garten angepasst hat.

Als Rankhilfe nutze ich den Maschendrahtzaun am Rande meines "Hochbeetes": der einstige Misthaufen hat sich längst in einen Haufen feinsten Humus verwandelt, der sich im Winter und Frühjahr mit Wasser regelrecht vollsaugt, sodass ich auch in Trockenphasen nicht gießen muss.

Die Bohnen ernte ich zeitig am Morgen, wenn sie noch frisch und knackig sind. Ältere Schoten, die sich schon etwas zäh anfühlen, lasse ich lieber am Strauch hängen und abreifen, um später nur noch die Kerne zu nutzen.

Wie mache ich die Bohnen haltbar? Am besten schmecken natürlich frisch. Ich blanchiere sie geputzten und ungekürzt in kochendem Wasser (ca 5 Minuten). Jetzt kommen die längsten und schönsten in eine Pfanne und werden mit Knoblauch und Olivenöl kurz angebraten. Mit Pfeffer und Salz gewürzt habe ich nun eine leckere Beilage, die sich im Kühlschrank auch noch einige Tage hält.

Die weniger schönen Stücke werden nun auf Salatlänge geschnitten und mit Zwiebeln, Essig, Öl, Pfeffer und Salz zu einem feinen Bohnensalat angemacht. Den kann man in einer Frischhaltebox mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren. So richtig gut schmeckt er erst nach zwei bis drei Tagen, wenn die Bohnen so richtig gut durchgezogen sind.

Nur wenn ich wirklich raue Mengen an grünen Bohnen zu verarbeiten habe, friere ich ein paar Beutel davon ein. (Nach dem Blanchieren abtropfen und trocknen lassen, bevor mam sie in ein Gefäß oder eine Tüte packt.) Meine Erfahrung ist, dass sie aufgetaut nicht mehr so fein sind, wie frisch. Als Salat taugen sie aufgetaut gar nicht, allenfalls kann man sie noch als süßsaure Bohnen kochen.

Schwarmintelligenz ist gefragt! Schreiben Sie uns per E-Mail an g.koeniger@sdz-medien.de, was sie mit ihren grünen Bohnen machen.

In der nächsten Folge geht es um die Zucchini.

Grüne Bohnen: oben als Bohnensalat, unten mit Knoblauch in Öl gebraten. Beides hält sich im Kühlschrank über mehrere Tage und schmeckt von Tag zu Tag besser.

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