Wildes Paradies - verlassenes Dorf

+
Symbolbild

Vereine Kultur- und Wanderfahrt der Ortsgruppe Ellwangen des Schwäbischen Albvereins führt zum schönsten Aussichtspunkt der Schwäbischen Alb.

Ellwangen. Bei Bilderbuchwetter und bester Laune wanderten 37 Mitglieder der SAV Ortsgruppe Ellwangen sowie zehn Gäste entlang des Albtraufs, organisiert von Margret Hofrichter und Marianne Seibold.

Vorbei an bunt blühenden Wiesen, in denen es Orchideen, Wiesenbocksbart und Arnika zu entdecken gab, zum schönsten Aussichtspunkt der Schwäbischen Alb, dem Breitenfels. Weit war die Sicht ins Land hinein. Unterhalb des Mörikefelsens ließen die Wanderer „Frühling lässt sein blaues Band…“ erklingen. Das kreisrunde Randecker Maar – nun begrünt – erinnerte an die Vulkanvergangenheit der Schwäbischen Alb. Aus 700 Höhenmetern sucht lange das Auge nach dem Horizont.

Eine Attraktion bot der Holzbohlenweg hinein ins Schopflocher Hochmoor, gepflegt vom SAV. Die Renaturierung rechts im Gegensatz zum entwässerten Land links, war eindeutig. Nach deftigem Rucksackvesper im Unesco-Biosphärenreservat ging es zum „verlassenen Dorf Gruorn“, das der Erweiterung des Truppenübungsplatzes weichen musste. 1937 wurde das intakte Dorf völlig geräumt. Die mittelalterliche Stephanuskirche und das Schulhaus aus Kalktuff sind heute noch Zeitzeugen.

Wer hat schon mal in der „Unterklasse“ saftigen Kuchen verzehrt, während im Museum, eingerichtet in der „Oberklasse“, mancher ein Schmunzeln nicht unterdrücken konnte: „Ja, so war es halt!“ Aufgetankt mit vielfarbigen Bildern der „Erholung fürs Auge“, wie Inge Gschwender vom Vorstand es ausdrückte, kehrten die 47 Teilnehmer nach einem gut organisierten Abendessen, reich beschenkt nach Ellwangen zurück. Selbst das Gewitter nahm Rücksicht auf die Ausflügler! Ein besonderer Natur- und Kulturtag wird noch lange im Gedächtnis haften bleiben.

Zurück zur Übersicht: Stadt Ellwangen

Kommentare