Wohnen soll auch in Zukunft bezahlbar bleiben

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Thomas Töpfl auf Baustellenbesichtigung in der Ellwanger Eichendorffstraße. Im Mittelhof entstehen gerade für 7 Millionen Euro 34 Wohneinheiten mit 2400 Quadratmeter Wohnfläche, nur eine von mehreren Großbaustellen im 100. Jahr der Genossenschaft.
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Mitgliederversammlung mit positivem Ergebnis. Was die Zahlen aussagen.

Ellwangen. Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr kann die Baugenossenschaft Ellwangen zurückblicken. Die Bilanzsumme konnte um 3,2 Millionen Euro gesteigert und ein Bilanzgewinn von 109 000 Euro erwirtschaftet werden. Es wird eine Dividende in Höhe von 1,5 Prozent ausgeschüttet.

Der noch jung im Amt als geschäftsführender Vorstand der Baugenossenschaft tätige Thomas Töpfl konnte den Mitgliedern in der Stadthalle ein gutes Abschlussergebnis vorlegen. „Unsere Aufgabe ist es nach wie vor, einer breiten Bevölkerungsschicht sozial verantwortbar Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, erklärte Töpfl. Die Baugenossenschaft zählte Ende des vergangenen Jahres 977 Mitglieder. Im Bestand der Genossenschaft befinden sich insgesamt 622 Wohnungen und 16 gewerbliche Einheiten. Lediglich sieben Wohnungen stehen vermietungsbedingt leer. „Wir verzeichnen jedoch nach wie vor keine längeren Leerstandszeiten, denn die Nachfrage nach unseren Mietwohnungen ist ungebrochen hoch“, berichtete Töpfl. Der Baugenossenschaftsvorstand wies darauf hin, dass man mit einer moderaten Mietpreispolitik dafür sorge, dass Wohnen bezahlbar bleibe. Die durchschnittliche Wohnungsmiete lag im Dezember 2020 bei 6,28 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Im August 2020 konnten die 24 Eigentumswohnungen aus der Bauträgermaßnahme in der Abt-Kuno-Straße/Schillerstraße an die Erwerber übergeben werden. Auch der Neubau der Mietwohnungen in der Eichendorfstraße schreite zügig voran, so Töpfl. Auf knapp 3000 Quadratmeter Wohnfläche entstehen modern ausgestattete Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen. „Bereits während der Bauphase gibt es eine große Nachfrage nach diesen Wohnungen“, erwähnte Thomas Töpfl. Auch in Bezug auf Wohnungssanierungen sei die Baugenossenschaft Ellwangen überaus aktiv. „Im Geschäftsjahr 2020 haben wir in unseren Bestandsneubau und Modernisierungsprojekte rund 3,2 Millionen Euro investiert.“

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um 3,2 Millionen Euro auf 37,2 Millionen Euro gestiegen. „Unsere Genossenschaft verfügt zum Jahresende 2020 über flüssige Mittel in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro.“

Der Baugenossenschaftsvorstand resümierte am Schluss seiner Ausführungen: „Die stabile Wirtschaftsentwicklung lässt für unsere Genossenschaft positive Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zu. Die Nachfrage nach neuwertigen Wohnungen ist nach wie vor hoch. Instandsetzungen und Reparaturen sorgen für eine nachhaltige Vermietbarkeit unseres Wohnungsbestandes.“ Thomas Töpfl dankte allen Mitarbeitern der Baugenossenschaft für ihre engagierte und zuverlässige Arbeit.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Baugenossenschaft Ellwangen, Manfred Kröll, erklärte im Anschluss, dass man bei der Beratung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die Finanz- und Liquiditätslage und die Vermögensverhältnisse der Baugenossenschaft geordnet sind. Dem Vorschlag, eine Dividende in Höhe von 1,5 Prozent auszuschütten, wurde von den Baugenossenschaftsmitgliedern bei einer Gegenstimme zugestimmt.

Kritik an niederer Dividende

Mitglied Hans Rieger kritisierte die Dividendenausschüttung: „Zuletzt waren es noch zwei Prozent an Dividende, jetzt sind es nur noch 1,5 Prozent. Ich habe den Eindruck, dass unsere Mitglieder hier geschröpft werden.“

Jubiläum im September

Manfred Kröll erwähnte am Ende der Versammlung, dass anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Baugenossenschaft Ellwangen am 18. September eine große Jubiläumsfeier auf dem Marktplatz stattfindet mit musikalischer Umrahmung und Preisausschreiben. Achim Klemm

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