Wolfgang Hörmann wird zum Ehrenkommandant

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Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher übergibt Wolfgang Hörmann die Urkunde mit der Ernennung zum Ehrenkommandanten.
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Nach 41 Jahren aktivem Feuerwehrdienst und 15 Jahren als Ellwanger Stadtbrandmeister wird Wolfgang Hörmann Ehrenkommandant.

Ellwangen

Am Freitagabend wurde Wolfgang Hörmann, der 15 Jahre lang Stadtbrandmeister war, im Feuerwehrhaus feierlich verabschiedet. Die Stadt Ellwangen gab dem verdienten Feuerwehrmann zu Ehren einen festlichen Empfang mit hervorragendem Essen. Die führenden Feuerwehrleute und Vertreter der Blaulichtorganisationen in der ganzen Region waren eingeladen.

Rund 90 Gäste begrüßte Rainer Babbel, Hörmanns Nachfolger, bevor Oberbürgermeister Michael Dambacher auf die "erfolgreiche Ära Hörmann" zurückblickte, die 2007 mit der Ernennung zum Kommandanten der Ellwanger Wehr begann und nun mit der Verabschiedung ende. Seit 2009  Stadtbrandmeister habe Hörmann viele Veränderungen erlebt, aber das große Vertrauen der Bürger und ihre Faszination für die Feuerwehr seien geblieben. "Der Eintritt in die Feuerwehr ist freiwillig, alles andere Pflichterfüllung", sagte Dambacher und betonte, dass Feuerwehrleute das eigene Leben riskieren, um andere zu retten. Hörmann habe eine Wehr an den Nachfolger übergeben, die personell und materiell in sehr gutem Zustand sei, die genügend junge Leute finde, um Ausscheidende zu ersetzen, und die mit den anderen Blaulichtorganisationen eine hervorragende Rettungsbereitschaft bilde. Die Bürgerschaft sei ihm dafür zu Dank verpflichtet, weshalb der Gemeinderat beschlossen habe, ihn zum Ehrenkommandanten zu ernennen.

Willibald Freihart, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, lobte Hörmann für die enorme Entwicklung, die er in der Ellwanger Wehr und im Stützpunkt mit umgesetzt habe. Diese unbezahlte und unbezahlbare Arbeit sei nicht hoch genug einzuschätzen, weshalb ihm der Landesverband die goldene Ehrenmedaille verleihe.

Kreisbrandmeister Andreas Straub machte deutlich, dass Hörmann seine Wehr souverän geführt habe und dass er noch nicht aufhöre: bis 2024 bleibe Hörmann noch stellvertretender Kreisbrandmeister.

Stephan Schlotz, der frühere Ellwanger Polizeichef, dankte Hörmann stellvertretend für alle Blaulichtorganisation und bescheinigte ihm höchste Kompetenz in der Einsatzführung. Das habe er beispielhaft beim Brand bei der ODR und auf der Reutehau erleben können. "Besser geht es nicht", sagte Schlotz.

Rainer Babbel dankte besonders Hörmanns Frau Angelika, die dem Kommandanten stets  den Rücken freigehalten habe. Die Feuerwehr schenkte den beiden einen Kurzurlaub im Feuerwehrhotel Titisee und eine rote Ruhebank mit dem Namen des Geehrten für den heimischen Garten.

Wolfgang Hörmann dankte am Ende allen, die ihn in den 41 Jahren aktivem Dienst begleitet und unterstützt hatten. Die Arbeit habe ihm immer Spaß gemacht, auch wenn die Tätigkeit als Kommandant nicht immer vergnügungssteuerpflichtig sei. "Meinen ersten Einsatz hatte ich 1981 beim Großbrand auf dem Schloss", erzählte er. Am 24. September war sein letzter Einsatz. "Und es war wieder auf dem Schloss, glücklicherweise nur ein Kleinbrand", sagte er und zeigte sich dankbar dafür, dass während seiner Amtszeit er und die Kameraden von schweren Unfällen verschon blieben.

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