Zehn Kinder empfangen das erste Mal die Kommunion

  • Weitere
    schließen
+
Für diesen Tag auf dem Schönenberg haben sich die Erstkommunionkinder besonders herausgeputzt: Die Mädchen trugen traditionell ein weißes Kleid, die Jungs zogen in schicken Anzügen in die Kirche ein.
  • schließen

Gemeinsam mit ihren Liebsten feierten die Jungen und Mädchen das Fest. Für alle Beteiligten war es ein besonderes Ereignis, gerade in Coronazeiten.

Ellwangen

Zum ersten Mal empfingen zehn Kinder das Sakrament der heiligen Kommunion am Sonntag auf dem Schönenberg. Aus den Händen von Pfarrer Dr. Martin Leitgöb empfingen die Jungen und Mädchen die Hostie. Der Festgottesdienst wurde gemeinsam mit den Familien und Taufpaten gefeiert, coronakonform und unter Einhaltung der Abstandsregeln.

Die heiligen Gaben, Brot und Wein, sollen bei der Erstkommunion den Leib und das Blut Jesu Christi symbolisieren. „Die Kinder erleben in der Kommunion, dass Jesus für sie da ist und sie ihm vertrauen können. Das soll die Bindung zu ihm stärken und fördern“, sagte Pfarrer Leitgöb im Gottesdienst die Intention dieses Rituals.

Eine kleine Prozession

In einer kleinen Prozession machten sich die Erstkommunionkinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren vor Beginn der Feier mit ihren Kerzen auf den Weg in die Schönenberg-Wallfahrtskirche. Die Mädchen zogen im traditionellen weißen Kleid, die Jungen im eleganten dunklen Anzug voller Vorfreude und ganz gespannt ins Gotteshaus ein.

Wichtig bei dem Festgottesdienst sei es, die Kinder in den Ablauf einzubinden. So wurden sie zu Beginn der Messe von Pfarrer Leitgöb vorgestellt und namentlich genannt. Um den Altar herum hatten sich die Kinder versammelt. Das Kyrie wurde von den Kindern vorgelesen. Darauf folgten das Gloria-Lobpreis und das Tagesgebet.

Nach der Predigt durften die Erstkommunionkinder die Fürbitten vortragen. Den Höhepunkt der Eucharistie bildete die eigentliche Kommunion mit der Einnahme des Abendmahls. Zwischendurch wurden immer wieder Lieder gesungen, die die Kinder bereits vorab einstudiert hatten. Die Musikgruppe „Impuls“ umrahmte den Festgottesdienst musikalisch.

Auch besonders für die Eltern

Für Matthias Kraft aus Ellwangen-Holbach war der Empfang der Kommunion für seinen neunjährigen Sohn Samuel ein ganz besonderer Moment. „Gerade jetzt in Coronazeiten, wo man ja nicht in großer Gemeinschaft feiern darf, ist die Erstkommunion ein außergewöhnliches Erlebnis für mich“, betonte er.

Der Glaube erfahre eine neue Bedeutung und werde intensiviert, wenn der eigene Sohn die Kommunion erhalte. „Ein wirklich unheimlich schöner und erhebender Moment, den ich voll genieße. Ich bin einfach richtig glücklich. Jetzt feiern wir im kleineren familiären Kreis das Ereignis.“

Die beiden Mütter Bianka Sinn aus Rindelbach und Ivonne Piasta aus Ellwangen empfinden ganz ähnlich. „Die ganze Zeremonie ist für mich beeindruckend. Zu sehen, wie mein Kind zum ersten Mal in das Abendmahl eingebunden wird mit den anderen Kindern, rührt mich sehr“, sagte Piasta. Es sei toll, „dass so etwas auch in der immer noch anhaltenden Pandemie möglich ist“.

Stolz, dabei zu sein

Und was sagte der neunjährige Samuel zu der Feier? „Ich bin stolz, dabei sein zu dürfen und die Kommunion empfangen zu haben.“ Nervös sei er dabei überhaupt nicht gewesen. „Wir waren ja alle ziemlich gut vorbereitet“, erläuterte er. Und ergänzt stolz: „Jetzt kann ich immer mit dabei sein und am Abendmahl teilnehmen.“

Ein wirklich unheimlich schöner erhebender Moment, den ich voll genieße.“

Matthias Kraft, Vater eines Erstkommunionkindes
Der Höhepunkt des Gottesdienstes war die eigentliche Kommunion mit der Einnahme des Abendmahls.
Zwischen acht und zehn Jahren sind die Kinder alt.

Zurück zur Übersicht: Stadt Ellwangen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL