Zwei Stiftungen schütten aus

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Aus der Bürgerstiftung und der Georg- und-Ruth-Weber-Stiftung wurden am Montagabend zusammen über 10 000 Euro an Vereine, Gruppen und Organisationen ausgeschüttet. Das Bild zeigt die Mitglieder des Stiftungsvorstands und die Aktiven, die sich über den Zuschuss für ihre Aktivitäten freuten.
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Mit gestiftetem Vermögen dauerhaft segensreich zu wirken, wird in Zeiten von Null-Zins und Negativ-Zins immer schwieriger.

Ellwangen

Ein schöner Anlass für Geber und Empfänger: zwei von der Stadtverwaltung geführte Stiftungen schütten Erträge aus und lassen das Kapital gemäß den Zielen der Stifter sozialen und gemeinnützigen Organisationen und Vereinen zukommen.

Wie wertvoll dies für die Bürgerinnen und Bürger ist, machte Oberbürgermeister Michael Dambacher deutlich, der in der Ellwanger Bürgerstiftung und in der Georg-und-Ruth-Weber-Stiftung dem Stiftungsrat vorsitzt. Zwar sind es eher kleine Beträge zwischen 200 und 1000 Euro, die an dem Abend verteilt werden. Doch hilfreich sind sie dennoch und ein Zeichen der Wertschätzung obendrein.

Die Ellwanger Bürgerstiftung, zum Neujahrsempfang 2004 vom damaligen Oberbürgermeister Karl Hilsenbek gegründet, startete mit 150 000 Euro. Dank zahlreicher Zustiftungen ist das Stiftungsvermögen auf über 528 000 Euro angewachsen. Das Geld muss so angelegt werden, dass der jährliche Zinsertrag zum kleineren Teil den Kapitalstock vermehrt, zum größeren gemäß dem Stiftungszweck verwendet wird. Das sind bei der Bürgerstiftung die Bürger, Vereine und Organisationen, die in Ellwangen gemeinnützig wirken. Sie können sich einmal im Jahr projektbezogen um einen Zuschuss bewerben. Dass dieses Ziel angesichts von Null-Zins-Politik und Verwahrentgeltforderung der Banken immer schwieriger wird, machte der OB deutlich. Mit festverzinslichen Papieren sind die erwünschten Renditen kaum noch zu erwirtschaften. „Da muss man schon an den Aktienmarkt gehen, wo jedoch Risiken lauern.“ Der Stiftungsrat lasse sich von Banken beraten, die sich das jedoch auch bezahlen lassen.

Das Anlageproblem hat die Georg-und-Ruth-Weber-Stiftung nicht. Sie wurde 1993 von dem Ehepaar gegründet. Georg Weber wollte aus Dank für die glückliche Rückkehr aus der russischen Kriegsgefangenschaft sein Vermögen gemeinnützig verwenden und insbesondere Organisationen unterstützen, für die er schon zu Lebzeiten eintrat. Das waren zum Beispiel der Volksbund Kriegsgräberfürsorge, die Malteser Ortsgruppe und kirchliche Organisationen. Als Versicherungskaufmann konnte er damals noch auf langfristig rentable Anlagen setzen. Seit der Gründung wurden rund 115 000 Euro verteilt, das Stiftungsvermögen ist zwischenzeitlich auf über 200 000 Euro angewachsen.

Mittlerweile sind mit Hans Georg und Hartmut Weber zwei Söhne der Stifter im Vorstand und achten darauf, dass die Ausschüttungen so erfolgen, wie es die Eltern im Sinn hatten. Die Stadtverwaltung unterstützt die Stiftung durch die Mitarbeit des Oberbürgermeisters und durch die organisatorische Betreuung durch Mitarbeiterinnen. Silvia Tuscher und Franziska Mattmann organisieren die Sitzungen des Stiftungsrats, organisieren die Ausschüttungen und benachrichtigen die Empfängerorganisationen.

Man muss auch an den Aktienmarkt gehen.“

Michael Dambacher, Oberbürgermeister

Wer mit Geld aus den Stiftungen bedacht wurde

Die Weber-Stiftung verteilte an die Kriegsgräberfürsorge (600.-), Hospiz St. Anna (363.-), Caritas-Ukrainehilfe (963.-), Vhs Ellwangen (953.- für Sprachkurse), Malteser Ortsgruppe (500.-). Die Bürgerstiftung gab an die DJK-SG (1000.-), den Fair e.V. (200.-), FC Ellwangen (1000.-), FC Röhlingen (500.-), St.Georgs-Pfadfinder (250.-), Kirchengemeinde St. Vitus (200.- für die Restauration einer Geige), Malteser Ortsgruppe (617.-), SG Schrezheim (1000.- für Zeltlager), Ski-Club Virngrund Eigenzell (240.-), SF Eggenrot (750.-), Wagnershof e.V. (1000.-). Karten für Aufführungen der Theatermenschen wurden für 500 Euro gekauft, um sie an ehrenamtlich Tätige zu verschenken.

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