Gerüstet für kommende Jahrzehnte

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Pfarrer Jens Kimmerle zelebrierte gemeinsam mit Pfarrer i.R. Manfred Schmid den Gottesdienst bei der Einweihungsfeier in der St. Leonhardskirche in Stödtlen. Foto: AK
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Einweihung der St. Leonhardskirche in Stödtlen nach Sanierungsarbeiten. Was alles gemacht wurde und wer die Kosten trägt.

Stödtlen

Nach eineinhalb Jahren umfassender Renovation erstrahlt die St. Leonhardskirche in Stödtlen jetzt Außen wie Innen wieder in frischem Glanz. Am Tag des Patroziniums feierte die Kirchengemeinde Stödtlen den Abschluss der Sanierungsarbeiten unter großer öffentlicher Beteiligung.  

In der Messe wurde für die Renovation gedankt und den daran Beteiligten. „Dieses Gotteshaus ist mit ihrem markanten hohen Kirchturm schon von weitem sichtbar. Die in neugotischem Stil errichtete St. Leonhardskirche ist ein Kleinod und eine Perle am Rande des Ostalbkreises“, urteilte Pfarrer Jens Kimmerle eingangs des  Gottesdienstes über das Wahrzeichen im Herzen Stödtlens. Die Kirche sei ein Ort der Gottesbegegnung: „Hier können sich die Gläubigen eine Auszeit nehmen, neue Kräfte auftanken und gestärkt in ihren Alltag zurückkehren“, so Kimmerle. Jeder Gläubige solle darin als lebendiger Baustein einen Teil zur gelingenden Gemeinschaft beitragen.

Unerwartet viele Schäden

Aus einer anfänglich angedachten kleineren Sanierung sei am Ende eine große Kirchenrenovation geworden, sagte Jens Kimmerle: „Aber das Resultat kann sich wirklich sehen lassen.“

Der Geistliche dankte am Ende der heiligen Messe, die er gemeinsam mit dem Pfarrer in Rente, Manfred Schmid, zelebrierte, allen am Bau und an der Renovation beteiligten Personen und Handwerkern, insbesondere dem gewählten Vorsitzenden des Stödtlener Kirchengemeinderates, Josef Helmle, und der Architektin Cornelia Welte aus Bad Wurzach, bei der alle Fäden beim Bau zusammenliefen.

Die freie Architektin ließ die Renovierungsarbeiten Revue passieren. Nachdem einzelne Dachplatten auf den Kirchenvorplatz zu Boden fielen und die Sicherheit der Gottesdienstbesucher nicht mehr gewährleistet war, wurde eine Voruntersuchung eingeleitet, bei der unerwartet viele Schäden zutage traten. „Das Dach war insgesamt brüchig und wurde komplett neu eingedeckt. Fensterfugen wurden erneuert und teilweise schadhaftes Glas an den Kirchenfenstern ausgetauscht.“ Das im Laufe der Jahre gelockerte Gesimsgestein wurde verfestigt und die Natursteinfassade restauriert. Das Dachtragwerk hatte ebenfalls Schaden genommen und wies statische Mängel auf, Fäulnis wurde entdeckt. Einzelne Knotenpunkte wurden verstärkt. Auch im Innenraum traten Schäden auf. An der Westseite wies die Wand starke Feuchtigkeitsschäden auf. Der Putz wurde abgetragen, dem Gemäuer Zeit zum Austrocknen gegeben und alles wieder frisch verputzt.“

Gesamtkosten 1,9 Millionen

Eine neue Bankstrahlerheizung wurde eingebaut, neue stromsparende Kirchenleuchten und es wurde die Elektroinstallation erneuert. Die Heiligenfiguren sind außerdem gereinigt und gegen Diebstahl gesichert worden.

„In Bezug auf die kalkulierten Kosten blieb man weitestgehend im vorgegebenen Budget“, erklärte Cornelia Welte.

Die Gesamtkosten der Kirchenrenovation belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro. Rund 1,1 Millionen Euro schießt die Diözese Rottenburg-Stuttgart zu. Die Kirchengemeinde Stödtlen hat etwas über 700 000 Euro zu tragen. Ein kleinerer Teil wird durch Spenden gedeckt. Insgesamt seien 1500 Stunden an ehrenamtlichen Eigenleistungen erbracht worden, so Welte abschließend.     

Pfarrer Jens Kimmerle zelebrierte die Einweihungsfeier in der St. Leonhardskirche nach erfolgter Renovation am Sonntag. Foto: AK
Die St. Leonhardskirche in Stödtlen erstrahlt nach umfassender Renovation in neuem Glanz. Foto: AK

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