Sie sind so Baden-Württemberg

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Susanne Eisenmann besuchte die IT-Firma des Gründers Julian Hauber (zweiter von rechts) in Stödtlen. Auch Bürgermeister Ralf Leinberger (links) und Landtagsabgeordneter Winfried Mack (rechts) beteiligten sich an der Diskussion mit den Unternehmern.
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Hoher Besuch beim Start-Up JH Computers in Stödtlen: CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann war offen für Anregungen, Kritik und Unternehmer-Stimmen aus der Praxis.

Stödtlen

Vor zwei Jahren gründete er JH Computers. Da war er gerade einmal 25 Jahre alt und steckte mitten im Masterstudium. Die GmbH bietet Server- und IT-Dienstleistungen an und hat sich auf Green-IT spezialisiert. Dieses Rechenzentrum in Stödtlen wurde durch die schnelle Blackbone-Leitung ermöglicht, die durch das Gewerbegebiet "Im Lachfeld" geht. Julian Hauber ist echter Stödtlener. In der Gemeinde aufgewachsen und nun zukunftsorientierter Gründer der JH Computers GmbH.

Ein Grund für Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport und CDU-Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl, der knapp 2000-Seelen-Gemeinde einen Besuch abzustatten. Sie stellte sich der Kritik und den Wünschen der Unternehmer aus Stödtlen.

Mit den Faktoren Existenzgründung, Mittelstand und ländlicher Raum sei JH Computers der ideale Ort, um sich für einen Austausch zu treffen, findet der CDU-Landtagsabgeordnete

Winfried Mack. Und auch Susanne Eisenmann lobte: "Sie sind so Baden-Württemberg." Mit gelebter Dezentralität, Verwurzelung zur Heimat und dem Unternehmergeist – machen, tun, anpacken. Es sind frische Ideen, einer Gründerszene, die erst alles in Schwung bringt.

"Auch wenn der ländliche Raum viele Vorteile bietet, müssen wir ihn ständig weiterentwickeln", so die baden-württembergische Kultusministerin. "Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien geschaffen. Aber wir brauchen diese Innovationskraft, um zukunftsfähig zu sein."

Wir müssen den ländlichen Raum ständig weiterentwickeln.

Susanne Eisenmann CDU-Spitzenkandidatin Landtagswahl

Um zukunftsfähig zu sein, wünscht sich Winfried Mack, dass die Themen Wissenschaft, Forschung und Entwicklung noch weiter vorangetrieben werden. "Mit der Pandemie werden die Chancen weltweit neu verteilt", so der CDU-Politiker. Deutschland dürfe den Anschluss nicht verpassen, sondern habe die Chance, vorne mit dabei zu sein.

Chancen schnell ergreifen will auch André Haßelkuß, einer der beiden Geschäftsführer von Gloning Krantechnik. "Mein Wunsch ist der Bürokratieabbau", sagt er entschlossen und schiebt hinterher: "Wir verwalten uns zu Tode. Das nimmt uns die Flexibilität und Schnelligkeit." Viele Vorgänge seien zu bürokratisch und unflexibel. "Das drückt uns als Unternehmer." Vor allem mittelständische Unternehmen hätten auch auf nicht die ausreichend personellen Kapazitäten, die dann auch noch durch alle Regelungen durchsteigen. "Da zu widersprechen wird schwer", gibt Eisenmann zu. "Wir müssen schauen, dass wir alles aussetzen, was nicht gesetzlich nötig ist. Wir brauchen in vielen Bereichen Entlastung, um Planungs- und Entscheidungsprozesse schneller voranzubringen."

Es ist noch Einiges zu tun

Viel zu Digitalisierung in Sachen Bürokratie hatte auch Gastgeber Julian Hauber zu erzählen. "Wir haben unseren Fokus auf Datensicherheit, Green IT und Nachhaltigkeit gelegt. Und da kann man noch einiges machen."

Auch Bürgermeister Ralf Leinberger hat ein Anliegen, das ihm unter den Nägeln brennt: "Viele der Gemeinden im Altkreis Aalen können ihren Haushalt nicht ausgleichen." Zudem wünscht sich der Bürgermeister mehr Förderung für Schulen und Kitas. Außerdem hätten viele Kommunen mit Personalmangel in der Verwaltung zu kämpfen und damit das Problem, ihre Stellen im öffentlichen Dienst zu besetzen.

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