Stödtlen zeigt Hilfsbereitschaft

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Stödtlen zeigt sich solidarisch: Zehn Flüchtlinge aus der Ukraine sind in Wohnungen in der Gemeinde untergebracht.
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Der Gemeinderat ermöglicht die Anmietung von Wohnungen.

Stödtlen. Durch den fortdauernden Krieg in der Ukraine sind viele Menschen auf der Flucht. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Frauen mit Kindern. Stödtlen hat bereits unmittelbar nach dem Beginn der Ukraine-Krise dazu aufgerufen, Wohnungen für Flüchtlinge zu melden. 

Im Gemeinderat Stödtlen wurden nun die Planungen zur Unterbringung der Neuankömmlinge in Stödtlen erläutert. Diejenigen Wohnungen,die Bürger den Flüchtlingen zur Verfügung stellen, mietet die Gemeinde.

„Dabei kommen zum jetzigen Zeitpunkt Wohnungen in Frage, die vollständig eingerichtet sind und sofort bezogen werden sowie zu einer ortsüblichen Miete angemietet werden können“, erklärte Bürgermeister Ralf Leinberger. Mehrere Objekte seien bereits gemeldet worden und drei Wohnungen sind schon belegt, weitere stehen zur Unterbringung zur Verfügung.  

Erste Flüchtlinge am 14. März

Am 14. März kamen die ersten Menschen aus der Ukraine an,eine Mutter mit ihrer erwachsenen Tochter sowie die Enkeltochter. Mittlerweilebefinden sich zehn Personen in Stödtlen. „Die Flüchtlinge kommen praktisch mit nichts bei uns an. Die Hilfsbereitschaft ist groß, dafür sind wir sehr dankbar.Die Gemeindeverwaltung hat nun in einem weiteren Schritt zu Spendengeldernaufgerufen.“, bemerkte Bürgermeister Leinberger. Für das Sammeln von Sachspenden würden sich Hilfsorganisationen und private Initiativen bessereignen, urteilte Leinberger weiter. Stödtlen hat sich nun spontan dazu entschieden, jeder ankommenden Person 100 Euro zu geben. Vom Sozialamt hätten sie bislang noch keine Zuwendungen erhalten, so Leinberger. Die ukrainischen Kinder sollen sobald wie möglich die Schule besuchen und Deutsch lernen.

Der Bürgermeister unterstrich: „Wir müssen diesen Menschenjetzt unmittelbar helfen, das ist eine Herzensaufgabe.“  Die Gemeindeverwaltung sollte im Einzelfall kurzfristig und unabhängig entscheiden können, wenn irgendwo ein Bedarf gegeben ist, um zum Beispiel eine Matratze, ein Bett und Bettzeug zu kaufen.   

Der Gemeinderat gab nun grünes Licht, dass die GemeindeWohnungen zum ortsüblichen Mietpreis anmieten darf. Die entsprechenden Mietkosten sollen dann mit dem Ostalbkreis abgerechnet werden. Im Einzelfallsollen Beschaffungen oder Geldleistungen getätigt werden, falls dies notwendig wird.   Im Mitteilungsblatt soll jetzt außerdem zur Bildung eines Helferkreises aufgerufen werden.      

⋌Achim Klemm 

Stödtlen zeigt sich solidarisch: Zehn Flüchtlinge aus der Ukraine sind bereits in Wohnungen in der Gemeinde untergebracht worden.

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