Stödtlen zu Kliniken

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Im Juli soll über die Zukunft der Kliniken im Ostalbkreis entschieden werden.
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Was die Debatte um die Kliniken Ostalb für das Land bedeutet.

Stödtlen. Die angedachten Klinikschließungen schlagen derzeit hohe Wellen, auch im Gemeinderat Stödtlen wurde die Standortfrage gestellt. Das Votum des Gremiums fiel eindeutig aus: Bei allen Überlegungen müsse eine medizinisch-klinische Notversorgung im Ostalbkreis für die Bürgerschaft gewährleistet und die Klinikanfahrtszeiten für Patienten zumutbar bleiben.

Bürgermeister Ralf Leinberger bemerkte im Gemeinderat: „Im Hinblick auf mögliche Schließungen muss man die gesamte klinisch-medizinische Versorgung betrachten. Er gab zu bedenken: „In Ellwangen ist die Klinik mit viel Geld modernisiert und saniert worden. Sie befindet sich in einem Top-Zustand. In die beiden anderen Kliniken muss jedoch noch viel investiert werden.“ Wenn man krank sei, möchten die Leute, dass auch weiterhin eine ortsnahe Versorgung gegeben ist, so Leinberger.

Gemeinderat Karl Nefzger urteilte: „Dass wir über drei Kliniken im Ostalbkreis verfügen, ist ein Glücksfall. Während der Corona-Pandemie musste kein Patient  zurückgewiesen werden. Unsere Gesundheit muss uns schon etwas wert sein. Weite Anfahrtswege für Patienten dürfen nicht sein.“ 

Der stellvertretende Bürgermeister Michael Benninger pflichtete Gemeinderat Nefzger bei: „Das Thema berührt derzeit jeden von uns. Die Gesundheit ist ein hohes Gut. Daher muss auch die klinische Versorgung gesichert sein. Die derzeitige Ausstattung muss erhalten bleiben. Dem Staat muss es dies wert sein, die Gesundheit zu schützen und die Versorgung zu sichern. Die Masse an Operationen bleibt ja unverändert.“

Bürgermeister Ralf Leinberger stellt dem gegenüber: „Es liegt halt auch viel daran, dass das pflegende Klinikpersonal fehlt und rund 140 Betten sind dauerhaft unbelegt. Das andere sind die OP-Fallzahlen. Beides muss sinnvoll zusammengeführt und zu einer Lösung gebracht werden. Es muss am Ende das Beste für die Bürger erreicht werden.“ 

Gemeinderat Rainer Wegrath gab zu Bedenken: „Die Sorge in der Bevölkerung ist allerorten groß, dass die Anfahrtszeiten für Patienten bei einer Schließung eines Klinikstandortes im Ostalbkreis indiskutabel zu groß werden.“

Dennoch herrschte im Gemeinderat weitgehender Konsens darüber, dass der Landkreis seine Klinikstrukturen überarbeiten und den heutigen Erfordernissen anpassen muss.   

        Achim Klemm

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