Stödtlens wichtiger Beitrag zur Energiewende

+
Die Mitglieder des Gemeinderates Stödtlen besichtigten den Windpark Freihof oberhalb von Stödtlen und die neu errichtete Windkraftanlage und zeigten sich beeindruckt. Foto: AK
  • schließen

Die Besichtigung der neuen Windkraftanlage im Windpark Freihof gibt interessante Einblicke.

 Stödtlen. In kürzester Zeit und lediglich einer Woche Bauzeit ist beim Windpark Freihof, oberhalb von Stödtlen eine neue Windenergieanlage der Firma Windkraft Uhl mit einer Gesamthöhe von 150 Metern errichtet worden. Sie ergänzt dort die bestehenden drei kleineren Windkraftanlagen.

Das in Ellwangen ansässige Unternehmen plant, baut und betreibt seit 1991 Windkraftanlagen in Deutschland. Bereits über 200 Windkraftanlagen wurden mittlerweile realisiert. Damit leistet die Firma einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Stromerzeugung.

Der Baustellenleiter Sascha Krohn von der Herstellerfirma Vestas gab den Mitgliedern des Gemeinderates Stödtlen bei der Baustellenbesichtigung Einblicke in die technischen Details der neuen Windkraftanlage. Wegen der Sicherheitsvorschriften mussten alle Teilnehmer einen Schutzhelm und Weste tragen.

„Jede der rund 3000 Schrauben an der Windkraftanlage ist mindestens drei Mal geprüft und markiert worden. Sicherheit hat hier oberste Priorität. Ein Lift ist im Turm eingebaut worden, der Durchmesser eines einzelnen Windkraftanlage-Blattes am Rotor ist 62 Meter lang. Die Anlage ist mit einem 85 Meter langen Spezial-LKW-Transport von Cuxhafen nach Stödtlen gebracht worden. Unsere Aufgabe ist es, ein weltumfassendes Puzzleteil hier in Stödtlen zusammenzufügen“, beschrieb Sascha Krohn plastisch.

Auf die Frage von Gemeinderat Lorenz Gschwinder: „Wieso stellen wir in Deutschland nicht selber die Rotorblätter her?“, antwortete Krohn: „Die Produktionskapazitäten reichen derzeit nicht aus. Wir bekommen die Fachkräfte nicht her. Man muss die Leute erst einmal finden, die bereit sind sowas zu machen.“   

Die neue Windkraftanlage mit 150 Meter Gesamthöhe verfügt über 3,6 Megawatt Nennleistung, die drei bestehenden Anlagen im Freihof-Areal dagegen über lediglich je 1,2 Megawatt. „Die Enden der Rotorblätter ähneln einem gewaltigen Sägeblatt oder auch Haifischzähnen und zerlegen den Luftwirbel, dadurch wird deutlich weniger Lärm produziert. Außerdem verfügt diese Anlage hier über eine Schattenabschaltung. Auch wenn sich Eis an den Blättern bildet wird automatisch geregelt abgeschaltet“, erklärte der Baustellenleiter weiter.                

Bürgermeister Ralf Leinberger betonte am Ende der Besichtigung: „Wir haben in Stödtlen viele Jahre dafür gekämpft, dass so ein Windpark bei uns entstehen kann. Jetzt können wir Vollzug melden. Wir leisten so einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.“            

Neue Kassenverwalterin

Der Gemeinderat bestellt Sonja Eckstein zur neuen Kassenverwalterin und Sina Stelzle zu ihrer Stellvertreterin. Sonja Eckstein ersetzt Helmut Hieber von der Gemeindeverwaltung als seitherigen Kassenverwalter, der Ende Juni 2022 in den Ruhestand geht. Bürgermeister Ralf Leinberger bezeichnete  Hieber als ein echtes Urgestein der Stödtlener Verwaltung, der stets zuverlässig und gewissenhaft seine Arbeit versah.

Gemeinderat Johannes Feil wünschte sich eine Verschönerung des Schulhofes: „Da muss unbedingt etwas gemacht werden.“ Achim Klemm 

Mit Schutzhelm und Warnweste ausgestattet, besichtigte der Gemeinderat Stödtlen die neue Windkraftanlage im Windpark Freihof, dessen Gesamthöhe 150 Meter beträgt. Foto: AK

Zurück zur Übersicht: Stödtlen

Mehr zum Thema

Kommentare