Wenn ein Schultes mal so richtig Schwein hat

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Ralf Leinberger hatte richtig Glück. Er machte in Mönchsroth bei Verlosung der „Kerwa-Sau“ mit und landete tatsächlich den Hauptgewinn.
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Bürgermeister Ralf Leinberger hat bei der Kirchweih in Mönchsroth an der Verlosung der „Kerwa-Sau“ mitgemacht und gewonnen.

Stödtlen. Manchmal hat auch ein Bürgermeister so richtig Schwein. Wie unlängst Ralf Leinberger.

Der Rathauschef von Stödtlen war Anfang August zu Gast beim Kirchweihfest der Nachbargemeinde Mönchsroth und hat es sich nicht nehmen lassen, hier bei der traditionellen Verlosung der „Kerwa-Sau“  mitzumachen.

50 Cent ließ sich Leinberger den harmlosen Spaß kosten. Selbstverständlich ohne dabei auch nur einen einzigen Gedanken an den Hauptgewinn zu verschwenden. „Bei so einer Verlosung gewinnt man erfahrungsgemäß doch niemals“, war sich der Stödtlener Schultes sicher, als er in den Eimer mit den Losen griff, die doch eigentlich immer nur Nieten parat halten.

Aber Pustekuche. Leinberger schaffte das eigentlich Unmögliche. Er zog an diesem Sonntag tatsächlich den Hauptgewinn, wurde so unverhofft und vollkommen unvorbereitet zum stolzen Besitzer einer eigenen Sau... und war damit hoffnungslos überfordert. Und so mussten nach Leinbergers „größtem Erfolg“, wie es der Bürgermeister selbst ausdrückte,  am Ende die Stödtlener Bürger und Rathausmitarbeiter ran.

Was sollte mit der Sau geschehen? Unzählige Vorschläge trudelten bei der Verwaltung ein: im Rathausgarten als Streichelsau halten, zum nächsten großen Grillfest mitbringen oder es einfach zum neuen Stödtlener Maskottchen erklären - die letzte Idee kam übrigens von Kämmerer Hans Wagner. Leinberger fand sie auch gar nicht so schlecht. „Aber dann hätte ich die Sau auch auf den Namen Hansi getauft.“ Damit habe sich dieser Vorschlag dann auch schnell erledigt. 

Mittlerweile hat Leinberger aber eine Lösung für sich und sein namenloses Schwein, das bislang ruhig und friedlich in einem Stall in Bösenlustnau lebt, gefunden. Die Kirchengemeinde Mönchsroth belässt das Tier an seinem angestammten Plätzchen und überweist Leinberger dafür den Gegenwert in bar. So um und bei 200 Euro erhofft sich der Bürgermeister. Je mehr es wird, umso desto besser ist es. Denn: Den Betrag will Leinberger jetzt spenden - an den Kindergarten des Evangelischen Diakonievereins Mönchsroth. Eine Lösung, mit der alle am besten leben könnten, auch das Schwein, sagt Leinberger. Denn das könne sich so - zumindest vorerst - weiter seines Lebens freuen.

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