Wichtige Investitionen in die Zukunft

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In Stödtlen werden den Rätinnen und Räten die Eckpunkte der Haushaltsplanung 2022 vorgestellt. Das sind die wichtigsten Vorhaben.

Stödtlen

Der Haushalt in Stödtlen wird demnächst eingebracht. Mit der Vorstellung der Eckpunkte erhielt der Gemeinderat schon jetzt Einblicke in der jüngsten Sitzung. Außerdem wurde der Blick bei der mittelfristigen Finanzplanung schon mal bis ins Jahr 2025 geworfen. Bürgermeister Ralf Leinberger wies auf das schwierige, jetzt zu Ende gehende Haushaltsjahr hin, das durch Corona geprägt gewesen ist. Die Haushaltsplanung 2022 sei durch die bereits beschlossenen Maßnahmen, wie die Abwasserkonzeption Gaxhardt und Mönchsroth und außerdem der Erschließung des Baugebietes „Buck“ in Strambach vorgezeichnet.

Wohnbauflächen

Ganz wichtig sei die Ausweisung neuer Wohnbauflächen in Stödtlen, denn freie gebe es nicht mehr. In diesem Jahr konnten viele Bauplätze veräußert werden. Im noch jungen Neubaugebiet „Hoffeld“, das 18 Baugrundstücke bereithielt, stünden bereits keine Grundstücke mehr zur Verfügung. Deshalb werde die Gemeinde gezwungenermaßen im kommenden Jahr festlegen müssen, wo Wohnbauflächen erschlossen werden könnten, speziell im Hauptort und in Regelsweiler. Im Baugebiet „Buck“ in Strambach wird die Gemeinde ein Baugebiet mit fünf Bauplätzen erschließen. Kosten: nach ersten Berechnungen 360 000 Euro.

Abwasserkonzeption

Kämmerer Hans Wagner erläuterte die weiteren Planungen. Für das Jahr 2022 / 2023 müssen für die Abwasserkonzeption Kläranlage Gaxhardt insgesamt 4,51 Millionen Euro veranschlagt werden. Dem stehen Fördermittel in Höhe von 4,06 Millionen Euro gegenüber. Somit ergibt sich ein Finanzierungsmittelbedarf in Höhe von 451 000 Euro.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr wird die Ersatzbeschaffung des Löschfahrzeugs im Jahr 2023 / 2024 notwendig. Hier sind die Gesamtkosten mit 360 000 Euro veranschlagt worden. Die Leitstelle muss zudem mit digitalen Funkgeräten ausgestattet werden. Gemeinderat Michael Benninger kritisierte die Vorgabe, dass die Beschaffung des Feuerwehrlöschfahrzeuges europaweit ausgeschrieben werden müsse. Das koste unnötig viel Geld und verursache Mehrarbeit.

Grundschule: Möbel und Mensa

Die Grundschule benötigt einen Server, der gemietet werden soll. Die Kosten für Wartung der EDV-Infrastruktur und der notwendigen Lizenzen belaufen sich auf 14 000 Euro im Jahr. Die Möblierung in der 1. und 2. Klasse sollte erneuert werden. Hier wird mit Kosten von 12 000 Euro gerechnet. Gemeinderat Daniel Vogt wünschte sich die Vorstellung eines Gesamtkonzepts, was den Bedarf an der Grundschule anbelangt. Schulleiterin Rosemarie Arnold soll daher im Gemeinderat die Planungen vorstellen.

In der mittelfristigen Finanzplanung muss die Gemeinde eine Mittagsbetreuung mit einer Mensa für die Grundschule einplanen. Hierzu wird im Haushaltsjahr 2025 schon einmal ein Betrag in Höhe von 100 000 Euro einberechnet.

Beim Ausbau der Breitbandversorgung der „Grauen Flecken“ hat die Verwaltung einen Zuschuss für die Planungskosten in Höhe von 35 000 Euro gestellt. Im Rathaus soll ein flächendeckendes WLAN-Netzwerk eingerichtet werden.

Schlepper statt alter Unimog

Der Bauhof benötigt einen Ersatz für den alten Unimog. Im Jahr 2023 soll ein Kommunalschlepper diesen ersetzen. Dafür sind 200 000 vorgesehen. Auf dem Betriebsgelände des Bauhofs soll zudem ein offenes Lagergebäude errichtet werden.

Zweite Kindergartengruppe

Derzeit wird die Kindergartenbedarfsplanung erstellt. „Wir gehen derzeit davon aus, dass 2024 / 2025 die Einrichtung einer zweiten Gruppe notwendig sein wird. In der mittelfristigen Finanzplanung werden deshalb dafür 2024 und 2025 je 500 000 Euro eingestellt. Im Kindergarten sollen zwei Fluchttüren nachträglich eingebaut werden. Gemeinderat Vogt meinte dazu: „Da geht es um die Sicherheit, da brauchen wir gar nicht darüber zu diskutieren, die müssen rein.“

Straßenbau

Die Gemeindeverbindungsstraße „Sechstelweg“ soll ausgebaut werden. Es wird mit Kosten in Höhe von einer Million Euro gerechnet. Die Maßnahme wird mit rund 70 Prozent bezuschusst.

Höhere Einnahmen

„Die Gewerbesteuereinnahmen werden in diesem Jahr mit bis zu 200 000 Euro höher ausfallen als geplant“, so Kämmerer Hans Wagner. Im kommenden Jahr könne es jedoch sein, dass man Kredite aufnehmen müsse. „Wir haben jedoch etwas davon, denn wir finanzieren hier in unsere Zukunft.“ Bürgermeister Ralf Leinberger ergänzte. „Wir haben in Stödtlen eine ganz gute finanzielle Liquidität, auf die sich aufbauen lässt.“

Förderung Breitbandausbau

In Deutschland ist ein neues Programm aufgelegt worden, um den Breitbandausbau weiter voranzubringen. Die Aufgreifschwelle ist von 30 Mbits auf 100 Mbits erhöht worden. Eine finanzielle Förderung für Stödtlen ist möglich. Ein Markterkundungsverfahren habe gezeigt, dass die Ortsteile Birkenzell, Dambach, Gaxhardt und Regelsweiler in das System der sogenannten „hellgrauen Flecken“ passen. Das bedeute, dass die Gemeinde dafür Förderanträge beim Bund und Land stellen könne, um direkte Glasfaser-Hausanschlüsse(FTTB) zu bauen, erklärte Leinberger. Anders sehe die Lage im Hauptort Stödtlen aus. „Ganz überwiegend sind dort Leistungen von mehr als 100 Mbit möglich. Das bedeutet, dass der FTTB-Ausbau, also der Glasfaseranschluss bis in jedes Haus noch warten muss, bis der Bund die vorgesehene letzte Stufe der Förderung zündet und auch solche Gebiete fördert.“ Positiv festzustellen sei, dass in der Gemeinde Stödtlen überwiegend eine gute Versorgung mit Internet-Anschlüssen gegeben sei, so Leinberger. Der Gemeinderat beauftragte die Gemeinde Stödtlen, nun Förderanträge für den Ausbau der hellgrauen Flecken zu stellen.

Leinberger informierte darüber, dass die Einweihung der nunmehr fast komplett sanierten L 2385 zwischen dem Maxenhof und Regelsweiler am Freitag, 26. November stattfinden wird. Es müssten lediglich noch kleinere Arbeiten ausgeführt und Bei die Bankette hergestellt werden.

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