Tannhausen hat die Hausaufgaben gemacht

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In jedem Klassenzimmer ein großer Monitor und für jeden Schüler ein iPad. Der Medienentwicklungsplan ist umgesetzt.
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Der Medienentwicklungsplan wurde umgesetzt, die Schulklassen arbeiten jetzt mit iPads.

Tannhausen „Yeah!“ Die Freude ist eindeutig, als Lehrerin Silke Ziegler ihren Viertklässlern ankündigt, dass es jetzt mit den neuen iPads weitergeht im Unterricht. Tannhausen hat „Gas gegeben“ und den Medienentwicklungsplan während der Sommerferien umgesetzt: Jedes Klassenzimmer hat einen großen Monitor bekommen, 48 iPads für Schüler und Lehrkräfte sind angeschafft – und voll im Einsatz. Und das mit ziemlich viel Motivation.

„Mit den neuen Geräten haben wir deutlich mehr Unterrichtsmöglichkeiten“, sagt Schulleiterin Maria Gauermann. Die Schüler recherchieren Themen, arbeiten mit Apps, die zu den Schulbüchern passen, nutzen die Kamera. Die Viertklässler bearbeiten ihren Theorieteil der anstehenden Fahrradprüfung an den iPads.

„Wir nutzen ein Grundschuldiagnoseprogramm, um den Lernstand der Schüler zu erfassen“, berichtete Silke Ziegler, die Multimediaberaterin der Schule ist und ihre Kollegen schult. „Wir Lehrer können den Bildschirminhalt der Schüler auf den Monitor schalten und so beispielsweise Hefteinträge mit der Klasse gemeinsam korrigieren.“

Die Klasse 2 erhält eine Tastaturschulung, Erstklässler dürfen Vorübungen fürs Schreiben am Bildschirm machen. „Glasfaser ist aber dringend nötig. Teilweise brauchen die Seiten ewig, bis sie laden“, bedauert Ziegler.

„Die Schule war einer unserer weißen Flecken beim Breitbandausbau. Das Leerrohr für den Glasfaseranschluss ist gelegt. Die Hardware also geschaffen, wir haben unsere Hausaufgaben erledigt“, zeigte sich Bürgermeister Manfred Haase beim Ortstermin des Gemeinderats zufrieden. In den nächsten Wochen gehe es weiter mit der Inneninstallation. Anfang 2022 werde die Schule ans Breitbandnetz angeschlossen. 32.000 Euro hat Tannhausen in die Umsetzung des Medienentwicklungsplans investiert, knapp 18.000 Euro davon stammen aus dem Digitalpakt des Landes. „Das ist gut angelegtes Geld“, so Haase.
Panja Tillmann-Mumm

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