Noch eine Woche bis zum Start: Tannhausens neuer Bürgermeister im Gespräch

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Siegfried Czerwinski und seine Frau Jeannine krempeln gerade ihr Leben um. Am 21. Juni wird er Nachfolger von Manfred Haase. 
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Wie Tannhausens neuer Bürgermeister die verleibende Zeit bis zum Stabwechsel nutzt.

Tannhausen. Noch eine Woche ist Tannhausens Bürgermeister Manfred Haase im Amt. Am Montag, 20. Juni, wird er während der Gemeinderatssitzung verabschiedet. Wir haben bei Amtsnachfolger Siegfried Czerwinski nachgefragt, wann er denn einsteigen wird.

Die wichtigste Frage vorab: Wann können Sie anfangen in Tannhausen? Bei manchen Amtswechseln gibt es ja doch eine längere Vakanz wegen Kündigungsfristen im alten Job.

Siegfried Czerwinski: Da ich verbeamtet bin, hab‘ ich keine Kündigungsfrist. Ich hatte am 3. Juni meinen letzten Arbeitstag auf meiner alten Stelle, baue jetzt Urlaub und Überstunden ab. Ich komme am 20. Juni zur Verabschiedung von Herrn Haase und trete am 21sten dann morgens meinen Dienst im Rathaus an. Meine offizielle Verpflichtung ist dann im Juli. Das Datum richtet sich nach dem Terminkalender des Landrats.

Was haben Sie sich für die ersten Tage und Wochen vorgenommen?

In den ersten Tagen neben Formalitäten und Ankommen geht’s mir drum, die Leute im Rathaus kennenzulernen, zu schauen, wer was genau macht, wie sie sich damit fühlen, ob es Probleme gibt. Die Mitarbeiter in der Verwaltung, das ist die Mannschaft, die die Arbeit macht. Da helfen sonst die schönsten Ideen nichts. Es darf nicht an den Mitarbeitern vorbeigehen. Wir müssen die Dinge gemeinsam tragen. Deswegen will ich ein Gespür für die Sorgen, Nöte und Erwartungen bekommen und mich dann reinwühlen in die Gegebenheiten.

Was machen Ihre Vorbereitungen im alten Zuhause? Sie krempeln ja nun Ihr komplettes Leben um.

Wir haben den Verkauf unserer Hauses angeleiert. Da sind grade oft Besichtigungstermine. Unsere Kinder Corvin und Julika haben sich das Peutinger Gymnasium in Ellwangen ausgesucht. Da wird es im Juli, wenn in Nordrhein-Westfalen schon Ferien sind, einen Schnuppertag geben. Da kommt dann meine Frau mit den Kindern für eine Woche her. Ansonsten ist grade alles im Fluss. Ein Zwischenzustand, der sich nach und nach sortieren wird, wenn wir eine neue Bleibe haben und der Hausverkauf abgeschlossen ist.

Und beruflich?

Da bin ich dabei, meinen Lehrauftrag an der Hochschule abzuschließen, Klausuren zu korrigieren. Von Kämmerer David Scheiner habe ich mir die Zahlen, Daten und Fakten zu den anstehenden Investitionen in Tannhausen und die Gemeinderatsunterlagen geben lassen, damit ich schon vorab reinkomme in die Materie.

Haben Sie schon eine Wohnperspektive?

Mir reicht das, wenn ich einfach ein Bett habe. Aber bis dann im September die Schule beginnt, wären wir schon sehr froh, wenn wir irgendwo vernünftig untergekommen sind. Das wird sicherlich zur Miete sein, kaufen ist zur Zeit ja schwierig. Wohnung wäre in Ordnung, Haus toll. Wir sind ja zu fünft – mit Mazu, unserer Hündin. Die Idealvorstellung ist, dass wir hier bald wirklich ankommen und zuhause sein können in Tannhausen.

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