Tannhausen verabschiedet Haase: „Danke für die 24 Jahre“

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Landrat Dr. Joachim Bläse verabschiedete Manfred Haase (v.l.) nach 24 Jahren im Amt als Bürgermeister mit gehörigem Respekt. „Eine große Ära geht zu Ende,“ hielt Bläse fest.
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Tannhausen hat in einem großen Festakt seinem scheidenden Bürgermeister Manfred Haase eine würdevollen Abschied bereitet.

Tannhausen

Danke für die 24 Jahre. Es war mir eine Ehre, Ihr Bürgermeister zu sein.“ Mit diesen Worten - seinen letzten als Tannhausens Bürgermeister - und ein wenig Gänsehautgefühl ob des besonderen Moments, hat sich Manfred Haase am Montagabend aus dem Amt verabschiedet, das er beinahe ein Vierteljahrhundert inne hatte. Ein großer Festakt, perfekt organisiert von seinen Stellvertretern Gerhard Körner und Bettina Kohnle, das war der letzte Akt und feierliche Abschluss einer langen gemeinsamen Zeit von Tannhausen und seinem nun Altbürgermeister Manfred Haase.

Die Ehre erwiesen haben ihm rund 200 Gäste in der Festhalle, Bürger, Landrat, die Kollegen aus dem Rathaus, viele viele Bürgermeister und Altbürgermeister des Ostalbkreises, Gemeinderat, der Landtagsabgeordnete Winfried Mack und Heiko Engelhard vom Regierungspräsidium, Vereine, vertreten von Thomas Ganzenmüller, „Alt-Pfarrer“ Manfred Schmid, Feuerwehr und Polizei.

„Das ist ein Ausdruck der Wertschätzung Ihrer Person und Ihrer Leistung“, betonte Körner. Am 3. Mai 1998 war der Diplom-Verwaltungswirt gewählt, 2006 und 2014 wiedergewählt worden. Am Montag nun seine allerletzte Gemeinderatssitzung. Einen Ausschnitt dessen, die Leistung, das was in dieser Zeit alles geschaffen und bewegt wurde in und für Tannhausen, haben Körner und Kohnle mit einem 24-Schlaglichter-Vortrag nachgezeichnet. Großprojekte dabei waren die zwei Millionen-Sanierung und Erweiterung der Turn- und Festhalle, die Beseitigung der „Weißen Flecken“, das Flurneuordnungsverfahren und 2019 die Aufnahme in das Förderprogramm „Städtebauliche Entwicklung“. Hervorzuheben auch die immense Bautätigkeit und die Gewerbegebiete, die ein Erfolgsmodell seien.

Eine große Ära gehe zuende, sagte Landrat Dr. Joachim Bläse und betonte, er schätze Haase ehrliche, offene, pragmatische Art. Respekt zollte er für die Leistung, 24 Jahre lang Verantwortung zu übernehmen und mit Augenmaß zu agieren. „Du bist vorweg gegangen. Auch mal mit dem Kopf durch die Wand“, ergänzte Rainaus Bürgermeister Christoph Konle für den Gemeindetag und den Bürgermeistersprengel. „Dafür braucht's Charakter und Rückgrat.“ Und Mack bestätigte: „Du hast gekämpft.“ Für Polizeiposten, Schule, Infrastruktur. Pfarrer Jens Kimmerle erntete für seine Abschiedsrede in Gedichtform mit feinem Humor großen Beifall, Kämmerer David Scheiner berichtete von den 15 Millionen Euro, die die Gemeinde unter Manfred Haase investiert habe. Er habe den Kollegen immer den Rücken gestärkt.

Körner attestierte Pfiffigkeit, von der Tannhausen profitiert habe. Diskussionen, ja, da habe es so einige gegeben. Grade auch mit dem Gemeinderat. Aber immer auch mit einem gemeinsam getragenen Beschluss.

„Ich habe mich mit Leidenschaft und Herzblut gerne gekümmert“, schloss Haase, der seiner Frau Petra und Sohn Tobias für deren Unterstützung dankte. Bevor nun ein neuer Lebensabschnitt mit mehr Zeit für Familie, Reisen und dem VfB, und sicherlich auch manchem heißen Match mit der Bürgermeister-Elf beginnt, bereitete „sein“ Musikverein, die „Schwabenlandkapelle“ Tannhausen in der schön dekorierten Halle ein besonderes Abschiedsgeschenk und intonierte unter Uli Sachs eines von Haases Lieblingsstücken: „Altes Fieber“ von den „Toten Hosen“.

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