Den Corona-Dämpfer von der Seele gespielt

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Voller Motivation endlich wieder vor Publikum zu spielen waren die Musiker in Tannhausen.
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Wie die Schwabenlandkapelle kurzfristig groß aufspielen konnte und allen ein „endlich wieder“ entlockte.

Tannhausen

Das „endlich“ war deutlich zu spüren, als die Schwabenlandkapelle am Samstag mit ihrem Jahreskonzert begann. Endlich wieder zusammen sein, endlich wieder zusammen musizieren, endlich wieder vor Publikum.
So füllte sich die Halle in Tannhausen nach und nach. Flinke Helferinnen liefen durch die Gänge und versorgten die Gäste mit Getränken und leckerem Essen. Auf den Tischen kleine Blumengestecke und Teelichter. Ein Bild, das lange vermisst wurde.
Zwar waren noch immer einige Corona bedingte Begrenzungen, so lief die Lüftung auf Hochtouren und der Saal war weitläufiger bestuhlt, aber ansonsten wie in der guten alten Zeit. Ein Teil der Einnahmen an diesem Abend wurden zu Gunsten der Ukraine-Hilfe gespendet.

Comeback nach fast drei Jahren

Seit drei Jahren warteten die Kapellen auf diesen Augenblick. Die Proben in dieser Zeit waren schwierig.
„Vor drei Wochen haben wir uns entschieden das Konzert zu veranstaltet,“ sagt der Vorsitzende des Musikverein Tannhausen, Thomas Raaf. Zuerst durften die jungen Musiker auf die Bühne. Unter der Leitung von Marcel Bosch bot die Jugendkapelle Tannhausen/Stödtlen einen fulminanten Einstieg in diesen Abend. Schnell war die Aufregung verflogen, schließlich spielten 23 der 30 Jugendlichen ihr erstes Konzert, auf das sie seit zwei Jahren geprobt hatten.
Die Schwabenlandkapelle legte anschließend ein perfektes Comeback aus dem Lockdown ab. Unter der Leitung von Darius Baisch, der für den erkrankten Michael Seckler kurzfristig eingesprungen war, spielten sich die Musiker den Corona-Dämpfer von der Seele. Zwar hielt sich Baisch beim Dirigieren sehr an der Partitur fest, doch das war nach dieser kurzfristigen Umbesetzung verständlich. Aber er hatte die Mannschaft im Griff und sie gingen mit ihm und stützten im Notfall. Ein großartiges Teamwork.
Der etatmäßige Dirigent Michael Seckler war per Live-Stream zugeschaltet und so hörte er wie die Schwabenlandkapelle mit dem Konzertmarsch „Skyliner“ loslegte. Beim irischen „Around the Whiskey Jar“ zeigte die Schwabenlandkapelle, dass sie nichts verlernt hatte. Schnelle Läufe, schwierige Wechsel und verschiedene Soli brachten die Akteure zum Schwitzen.
Mit dem Sommerhit „Despacito“ begab sich die Kapelle in poppige Gefilde. Eine wunderbare Version von „Sound of silence“ folgte. Den gewagten Übergang auf das sehr rockige „Bon Jovi Rock Mix“ wurde perfekt gemeistert.

In der Pause konnte der erste Vorsitzende des Blasmusikverbandes Ostalb, Hubert Rettenmaier, viele Ehrungen von Musikern vornehmen.

Nach der Pause wurde es dann traditionell. Marschmusik und Polka erklang. Schnell springt das Feeling auf das Publikum über und bei der „Weinkeller-Polka“ erwachte die Sehnsucht nach den Volksfestzelten.

Die Ehrungen beim Musikverein Tannhausen

  • 10 Jahre: Angelika Spegel; Ulrich Bahle; Andreas Abele
    25 Jahre: Roger Lex; Ulrich Sachs;
    Zum Ehrenmusiker wurde Klaus Joas ernannt. Zum Ehrenmitglied des Musikvereins wurde Georg Glanz ernannt. Die Ehrungen des Blasmusikverbands für aktives Musizieren: 10 Jahre: Simon Raaf; Sarah Schiele; Phillipp Thorwart
    20 Jahre: Katharina Fischer; Silvana Goldammer; Lukas Huber; Bettina Hügele; Janine Wille; Karlheinz Nagler; Lena Raaf; Julia Wagner; Josef Vaas
    30 Jahre: Stefanie Abele; Peter Christ; Rolf Raaf
    50 Jahre: Georg Glanz.
    Die Fördermedaille in Bronze gab es für Thomas Raaf.
Die Jugendkapelle Tannhausen/Stödtlen eröffnete das Jahreskonzert in Tannhausen.
Einen großartigen Abend erlebten die Besucher des Jahreskonzertes des Musikverein Tannhausen
Die Schwabenlandkapelle zeigte nach zwei Jahren Pause ein fulminates Programm.
Die Geehrten des Abends mit Hubert Rettenmaier (rechts) und Thomas Raaf (2. von links)

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