Gewerbesteuereinnahmen sorgen für gutes Polster

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Geld

Freude über sehr guten Jahresabschluss für 2019 im Gemeinderat Tannhausen.

Tannhausen. „Das wird ein sehr guter Jahresabschluss“, freut sich Bürgermeister Manfred Haase am Montagabend bei der Gemeinderatssitzung in der Festhalle. Die Feststellung der Jahresrechnung 2019 steht auf dem Plan. Kämmerer David Scheiner präsentiert die Zahlen: „Den Verwaltungshaushalt konnten wir trotz teilweise höherer Ausgaben, vor allem im Bereich der Kinderbetreuung, mit einem Plus bei der Höhe der Zuführung an den Vermögenshaushalt abschließen.“ Es seien alle Haushaltsreste aufgelöst und keine Neuen gebildet worden, da ja auf das neue System „Doppik“ umgestellt werde.

Durch die Baumaßnahmen in der Forststraße, für man weniger Zuschüsse als geplant bekommen habe, mussten fehlende Einnahmen beim Vermögenshaushalt kompensiert werden. Das Rechnungsergebnis liege um 14,1 Prozent - 538000 Euro - höher als im Plan vorgesehen war.

Die „Kasse“ aufgebessert haben vor allem Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer. „Wir konnten im Verwaltungshaushalt einen Überschuss von 847000 Euro erwirtschaften und dem Vermögenshaushalt zuführen“, sagt Scheiner. „Die geplante Zuführung haben wir um 656000 Euro übertroffen und mussten die Rücklagen nicht angreifen.“ So steht die Gemeinde zum Jahresende 2019 mit Rücklagen in Höhe von 122 4000 Euro da.

„Das ist wirklich eine tolle Zuführungsrate“, sagte Haase. Dank der Einnahmen aus der Gewerbesteuer. „Unsere Betriebe sind gut ausgelastet. Geht's den Betrieben gut, geht’s auch der Gemeinde gut.“ Dies sei nun eine gute Ausgangsposition für Tannhausen. Denn: „Es warten einige größere Projekte auf uns, Investitionen in Millionenhöhe.“

Die Sanierung des Kindergartens stehe an. Davon trage die Gemeinde 70 bis 80 Prozent der Kosten, so Scheiner. Beim Breitbandausbau sind die grauen Flecken und damit Tannhausen selbst auf der Agenda, außerdem die noch fehlenden Teilgemeinden Bergheim, Sedernhof, Hagenbucherhof und Ellrichsbronn. Mittelfristig stehe die Erschließung weiterer Flächen im dritten Bauabschnitt des Baugebiets Roderslache an. Dafür müsse die Gemeinde die Grundstücke erst einmal erwerben, das Geld also vorstrecken, bis die Bauplätze später verkauft würden. Kostenintensiv werde wohl auch die dringend notwendige Kanalerneuerung in der Neuweilerstraße, die im Zuge dessen komplett saniert werden soll, ergänzt der Kämmerer. Da tue die „schöne Zuführungsrate“ nun gut. Kehrseite der Medaille sei allerdings, dass die Gemeinde nun mit deutlich geringeren Landeszuweisungen rechnen müsse, erklärte der Bürgermeister.

Die Pro-Kopf-Verschuldung sei 2019 um 40 Euro auf 321 Euro gesunken. „Da liegen wir im Ostalbkreis bei vergleichbaren Gemeinden im unteren Level“, sagte Haase. Im Verwaltungshaushalt seien Haushaltsausgabereste in Höhe von gut 73 000 Euro aufgelöst worden, im Vermögenshaushalt ein Betrag von rund 1 240 000 Euro. Der Rat stimmte im Anschluss der Jahresrechnung 2019 zu: Einnahmen und Ausgaben belaufen sich auf knapp 5 114 000 Euro.pe

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