Hoffnung auf ein „Ostergschenkle“ für Teilorte

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Tannhausen hat den Medienentwicklungsplan umgesetzt, die Grundschule digital ausgerüstet.

Wie Tannhausen Synergien nutzt, Flecken auslöscht, die Schule nach vorn bringt und die Verwaltung fit macht.

Tannhausen. Ein Mammutprojekt war die Umstellung von der Kameralistik auf die Dopik, das neue Rechnungswesen der Verwaltung“, sagte Bürgermeister Manfred Haase am Montagabend, als er bei der Gemeinderatssitzung das Jahr 2021 in Tannhausen Revue passieren ließ.
In Richtung Digitalisierung sei mit der digitalen Signatur im Rathaus der erste Schritt getan. Das spare Papier und Aufwand.
Ein weiteres Großprojekt Tannhausens sei die Beseitigung der restlichen weißen Flecken gewesen: Bergheim, Sederndorf, der Hagenbucherhof, Schule und Ellrichsbronn – sie alle sind nun von Gemeindeseite aus startklar fürs Breitband. Die Infrastruktur stehe bis Weihnachten, so Haase. Anschließend erfolge die Übergabe an die NetCom BW. Die habe dann maximal sechs Monate Zeit, um die Glasfaserleitung in Betrieb zu nehmen. Seine Hoffnung: „Vielleicht gibt’s ja ein Ostergschenkle.“
Im Zuge des Breitbandausbaus habe die Gemeinde Synergien genutzt: „Damit man nicht alle paar Jahre wieder aufmachen muss“, erklärte Haase. Auf diese Weise hat in Sederndorf und Hagenbucherhof der Zweckverband Rieswasserversorgung die alten Grauguss Leitungen aus den Fünfzigern und Sechzigern durch neue Kunststoffleitungen ersetzt. Bergheim habe eine neue LED-Straßenbeleuchtung bekommen, Garten- und Schönbornstraße im Hauptort neue Wasserleitungen, als wegen des Anschlusses ans Fernwärmenetz die Straße ohnehin offen war.
Sehr erfreulich sei, dass die Bürger die Fördermöglichkeiten durch das Landessanierungsprogramm annehmen und so der Ortskern attraktiver werde. „Eine große Aktion in diesem Jahr war auch die Sanierung des Abwasserpumpwerks in Riepach und Bleichroden.“ Sehr wichtig sei die Umsetzung des Medienentwicklungsplans gewesen. Durch den Digitalpakt sei die Grundschule Tannhausen nun mit 40 iPads, vier Monitoren und einem Server ausgestattet.
„Die L2221 zwischen Tannhausen und Unterschneidheim ist eine wichtige Lebensachse. Ich bin sehr froh, dass die Sanierung nun vor dem Winter noch gelungen ist“, sagte Haase. Mit Stolz blicke die Gemeinde auf ihren Baron, Michael Freiherr von und zu Thannhausen, der als Erster aus Tannhausen das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen habe.
Für die Verwaltung enorm wichtig sei, dass das Personalproblem gelöst sei. Kämmerer David Scheiner, Hauptamtsleiterin Ulla Leinberger und Monika Mayer (Kassenverwaltung) verstärkten nun das Team. „So haben wir eine schlagkräftige Mannschaft.“ Panja Tillmann-Mumm

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