Impfung im Altenheim – endlich!

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Zita Hurler, fröhliche 93 Jahre alt, war unter den ersten Bewohnern, die im Wohn- und Pflegeheim "Im Sonnengarten" Tannhausen vom mobilen Impfteam des Landkreises geimpft wurden.

Tannhausen Samstag, 11.45 Uhr, Tannhausen, Wohn- und Pflegeheim "Im Sonnengarten". "Endlich!", freut sich Geschäftsführer Jürgen Köpfer.

Tannhausen

Samstag, 11.45 Uhr, Tannhausen, Wohn- und Pflegeheim "Im Sonnengarten". "Endlich!", freut sich Geschäftsführer Jürgen Köpfer. Seine Freude gilt nicht der Ankunft der beiden zugelassenen Pressevertretern, sondern dem offiziellen Impfstart in "seiner" Einrichtung.

Am Eingang werden Körpertemperatur gemessen, Kontaktdaten aufgenommen, ein Schnelltest gemacht. Wir müssen an einem zugewiesenen Platz warten. Ein erster Rundblick: Im weitläufigen Foyer sind mehrere Stationen aufgebaut. Bewohner werden nacheinander hereingeführt. Viele im Rollstuhl. Auch das eine oder andere Krankenbett ist dabei.

Der Ablauf ist immer gleich: Anmeldung, ärztliche Aufklärung, impfen, nachbeobachten und "check out". "Wir impfen nicht auf den Zimmern, sondern haben wie im Kreis-Impfzentrum eine Impfstraße aufgebaut. Da ist zwar für uns aufwendiger, geht aber schneller", erläutert Geschäftsführer Jürgen Köpfer später im Gespräch die Organisation.

"So können wir heute 64 und morgen noch einmal 84 Personen impfen. Das ist sehr viel", freut sich Dr. Peter Schmidt, der Leiter des Kreisimpfzentrums, über die perfekte Zusammenarbeit. Geimpft werden Bewohner und dazu am Sonntag dann auch das Personal.

Natürlich lasse ich mich impfen!

Zita Hurler Bewohnerin im Altenheim

Der erste Eindruck: perfekt organisiert. Mittlerweile ist auch das Ergebnis des Schnelltestes für uns Reporter da und wir dürfen den Bereich kurz betreten. Ein "Fotomodell" wartet auch schon. "Ich habe mich extra zurechtgemacht", lacht Zita Hurler, fröhliche 93 Jahre alt, und lässt sich von Stefan Frenkler, Notfallsanitäter und Leiter des Rettungsdienstes der Malteser in Nordost-Württemberg, ganz fotogen die Impfung setzen.

Nächste und auch letzte Station für die Presse: die Aufbereitung des Impfstoffes. "Das ist Schwerstarbeit und erfordert höchste Konzentration", erläutert Peter Schmidt. Der verwendete Impfstoff von Pfizer-Biontech ist extrem empfindlich und kann bei unsachgemäßer Behandlung schnell zerstört werden. Eine Hoffnung: "Bei den als Nächstes verfügbaren Impfstoffen von Moderna und Astra-Zeneca wird das einfacher. Die können dann auch Hausarztpraxen gut verabreichen. Denn in welcher Praxis steht schon einen Ultra-Tiefkühlschrank", erklärt Peter Schmidt und ergänzt: "Wir sind voller Hoffnung. Impfstoffe sind die sichersten Medikamente, die wir weltweit haben." Der Termin für die zweite Impfung hier vor Ort ist übrigens genau in 21. Tagen. Heribert Andres

Mobile Impf-Teams des Landkreises: "Momentan begrenzt die Verfügbarkeit der Impfstoffe noch die Einsätze", erläutert Peter Schmidt zu den Teams. Jedes besteht aus drei Mitarbeitern mit den Aufgaben: Fahrer und Administrator, Impfstoff aufarbeiten und impfen. Dazu kommt ein Arzt für die Aufklärung und eventuell auftretende Notfälle. Sämtliche Mitarbeiter werden ständig getestet. Das Personal für das KIZ (Kreisimpfzentrum) und damit auch für die mobilen Impfteams kommt vom Malteser Hilfsdienst, sowie vom DRK aus Aalen und Schwäbisch Gmünd.

Sie bereiten den Impfstoff vor: das mobile Team, bestehend aus Bettina Hillebrand (rechts) und Wibke Gräbe, dahinter Dr. Peter Schmidt, der Leiter des KIZ in Aalen.

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