Wie Tannhausen seinen neuen Bürgermeister sucht

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Tannhausen sucht einen neuen Bürgermeister, eine neue Bürgermeisterin - mit kreativen Mitteln.

Wie Tannhausen „den Richtigen“ sucht und was es sich dafür Außergewöhnliches hat einfallen lassen.

Tannhausen. Am Sonntag, 8. Mai, wählt Tannhausen seinen neuen Bürgermeister. Manfred Haase hatte im Januar bekannt gegeben, kein viertes Mal zu kandidieren. „Wir wollen möglichst viele gute Kandidaten dazu bewegen, ihren Hut bei uns in den Ring zu werfen.“ Das ist das Ziel, das sich elf Gemeinderatsmitglieder und weitere Bürger auf die Fahnen geschrieben haben. Sie haben die Interessengemeinschaft „Tannhausen – fit für die Zukunft“ gegründet, bei den örtlichen Gewerbetreibenden Gelder aufgetrieben, damit die Aalener xm.agentur beauftragt. Und die geht die Sache mit der Tannhauser Bürgermeistersuche ganz fabelhaft an. „Mach's fabelhaft! ...werd' Bürgermeister*in von Tannhausen“ lautet das Motto.

Die Kampagne soll auffallen, soll Tannhausen herausheben aus den hundert derzeit zu besetzenden Bürgermeisterstellen in Baden-Württemberg. Soll neugierig machen auf das „auch heute noch verwunschene Fleckchen, dieses Idyll unweit der Sechta“. Auf: „Tannhausen, einen kleinen Ort mit größtem Potenzial.“ So steht's auf der Werbekarte und genauso ist es auch gemeint.

Den Elf der Interessengemeinschaft ist es enorm wichtig mit der Kampagne zu zeigen, was da ist im Ort. Der zukünftige Bürgermeister, die künftige Bürgermeisterin sollen wissen, was sie erwartet: Vieles, was schon geschafft ist. Vor allem aber ein Ort, der richtig durchstarten will, der frischen Wind will, einen Macher, der anpackt, der nah an den Leuten ist. Das soll er nicht alleine schultern. Im Gegenteil. „Da sind engagierte Ehrenamtliche, eine gut besetzte Verwaltung, starke Vereine“, sagt Richard Bosch. „Wir suchen jemanden, der dieses Potenzial bündelt, nutzt, damit gestaltet.“

Mit der Art, wie die Kampagne gemacht ist – locker, ungewöhnlich, frisch – sollen die Kandidaten angesprochen werden, die sich genau so ihre Arbeit vorstellen können: tatkräftig und unkompliziert. So, dass es vorangeht mit der Gemeinde.

Die Stellenanzeige im Staatsanzeiger ist ein Muss. Doch der xm-agentur-Chef Oliver Bezler setzt auf Socialmedia. Da gibt’s alle paar Tage auf Facebook und Instagram Neues zu entdecken. Ganz bewusst. Um Spannung aufzubauen, was da kommt. Es gibt präzise Infos: Was bereits erreicht ist. Und was noch auf der Wunschliste steht. Welche Themen wichtig sind. Alles verpackt in abwechslungsreichen Posts. Mit Fotos, Videos, Texten. Und immer angelehnt an Tannhausens grüngelben Wappenfarben und -symbolen, den Tannen und dem Haus. Ergänzt mit tierischen Fabelwesen, die immer für bestimmte Themen, die in der Gemeinde wichtig sind, stehen: die schlaue Eule für das Thema Bildung, die wendige Schlange dafür, wie Tannhausen die Nase vorn hat beim Breitbandausbau.

Auf diese Weise entsteht Außergewöhnlichkeit, die neugierig macht. Es lässt anklingen, „wie schön es in unserem Örtchen ist“, sagt Katja Abele. Und spiegelt das wieder, was sich die elf der Interessengemeinschaft wünschen: eine Zukunft für Tannhausen, in der gemeinsam lebendig gestaltet wird und unbürokratisch schnelle Lösungen gefunden werden.⋌pe

Im Internet zu finden ist die Kampagne unter www.tannhausen-fabelhaft.de, bei Facebook und Instagram unter @tannhausenfabelhaft. Bewerbungszeitraum: 26. Februar bis 11. April.

  • Im Internet zu finden ist die Kampagne unter www.tannhausen-fabelhaft.de, bei Facebook und Instagram unter ÄDDDDtannhausenfabelhaft. Vom 26. Februar bis 11. April sind Bewerbungen möglich.

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