Tobias Gärtner aus Jagstzell gewinnt BUND-Fotowettbewerb 

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Das Siegerfoto von Tobias Gärtner.

Der Naturfotograf aus Jagstzell, der unter anderem für die SchwäPo bloggt, setzte sich damit gegen über 800 Mitbewerber durch. 

Stuttgart/Jagstzell. In unserem Blog „Tobias‘ Naturfotografie“ berichtet Tobias Gärtner von seinem Hobby und gibt nützliche Tipps, was bei der Wildtier- und Naturfotografie zu beachten ist. Nun hat er mit der Aufnahme eines Eisvogels den ersten Platz beim BUND-Fotowettbewerb in Baden-Württemberg gewonnen. Insgesamt wurden 840 Naturfotos eingereicht. 

Tobias Gärtner hat für das Foto lange in der Kälte an einem Gewässer in Ellwangen ausgeharrt. „Es war der Morgen des 13. Februar 2022. Ich wartete bereits seit ein paar Stunden im Tarnzelt, dass sich der Eisvogel zeigt und seinen gewohnten Platz auf einem regelmäßigen Ansitzast einnimmt. Er ließ sich schließlich auf einer kleinen Mauer nieder. Diese Gelegenheit nutzte ich dann, um ihn mit seinem Spiegelbild einzufangen. Die vielen – kalten–  Stunden des Wartens wurden damit schlussendlich doch noch belohnt.“

„Dem Gewinner ist eine Aufnahme voller Spannung und gleichzeitig Harmonie gelungen“, bewertet BUND-Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch das Foto des seltenen Eisvogels. „Nur fünfhundert bis achthundert Brutpaare leben in Baden-Württemberg." Er stehe somit auf der Vorwarnliste. "Wo es Eisvögel gibt, ist ihr Lebensraum noch oder wieder in einem guten Zustand." Für seinen Schutz müsse man naturnahe Bach- und Flussläufe erhalten und verbaute Fließgewässer renaturieren. Besonders wichtig seien Uferabbrüche, die dem Eisvogel als Brutwände dienen.

Fotowettbewerb zum Erhalt der Artenvielfalt



Der BUND Baden-Württemberg hat den Fotowettbewerb 2018 ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung der Artenvielfalt aufmerksam zu machen. Denn jedes Jahr verschwinden viele Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich. Schaut man sich die Inventur der bedrohten Arten an, wird die alarmierende Situation deutlich. Jede dritte der Tier- und Pflanzenarten in Baden-Württemberg ist gefährdet. Am stärksten betroffen sind die Tagfalter. 80 Prozent sind bedroht, viele davon gar vom Aussterben. Bei den Säugetieren sind es 70 Prozent. Und auch weltweit ist die Situation alarmierend. Der UN-Weltbiodiversitätsbericht hat 2019 vorgeführt, dass in den kommenden Jahrzehnten eine Million Tier- und Pflanzenarten für immer verschwinden könnten.

Tobias Gärtner ist Hobby-Naturfotograf.

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