Turbo-Sanierung bringt viel Mehrwert

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Ortsvorsteher Albert Schiele, Architektin Sonja Walter und Oliver Riek vom Stadtbauamt (v. l.) bei der Erläuterung der Umbaumaßnahmen zur energetischen Sanierung des städtischen Kindergartens Schrezheim.
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In nur dreiwöchiger Schließzeit wurde der Kindergarten in Schrezheim deutlich aufgewertet. Was alles erledigt wurde.

Ellwangen-Schrezheim

Im Mittelpunkt der ersten Sitzung des Schrezheimer Ortschaftsrats nach der Sommerpause standen zwei Vor-Ort-Besichtigungen: In den Ferien waren noch fehlende Belagsarbeiten an der Fayencestraße erledigt worden. Und in nur drei Wochen Schließzeit erfolgte die energetische Sanierung dreier Räume des Kindergartens.

Die Fayencestraße war während einer Sperrzeit von der Abzweigung der Jagststraße bis zum Kreisel an der B290 mit neuem Belag versehen worden. 40000 Euro kostete die Maßnahme, in deren Zuge auch ein Stück Gehweg mit Absenkungen als Querungshinweis erstellt wurde. „Damit wollen wir ein Angebot für die Fußgänger machen“, erklärte Tiefbauamtsleiter Marco Pilenza. Angelika Kucher regte an, am Ende der kurzen Stichstraße vor der Antoniuskapelle eine Wendeplatte zu erstellen. Pilenza nahm die Anregung mit, die Verkehrswege um den Schrezheimer Bahnhofsbereich sollten ohnehin mit Blick auf die Landesgartenschau 2026 überplant und optimiert werden.

Am städtischen Kindergarten wurden die Räte danach von dessen Leiterin Martina Schlegel-Hessel,Elternbeiratssprecherin Tanja Gorus, Oliver Riek vom Stadtbauamt und Planerin Sonja Walter, walter architektur, empfangen, die die Umbaumaßnahmen erläuterten. Viel Lob und Anerkennung zollten Ortsvorsteher Albert Schiele und die Räte für die gelungene Maßnahme, die helle Räume mit optimierter Nutzung und stimmigem Farbkonzept entstehen lassen habe. Sogar die Kinder hätten beim Packen der Kartons mit Feuereifer mitgeholfen, schilderte Schlegel-Hessel, die die Flexibilität ihrer Mitarbeiter, der Bauarbeiter, der Kinder wie der Eltern lobte, die den Umbau teilweisewährend laufendem Betrieb möglich gemacht hätten: „Die Bauzeit war eine interessante Zeit.“ Architektin Sonja Walter erläuterte Details der ambitionierten Umsetzung. So seien teilweise neue Fassadenaufbauten mit neuen Fenstern vor der bestehenden Altfassade errichtet worden, um die nur dreiwöchige Sommerschließzeit besser nutzen zu können. Die Räume haben durch die nach außen gesetzten Fassaden etwas Platz gewonnen, sind mit bodentiefen Fenstern, Deckenheizstrahlern und neuen, überwiegend fest verbauten Möbeln aufgewertet worden, sowohl in ihrer Nutzbarkeit als auch mit Blick auf die Energiebilanz. Ein „Kreativraum“, ein „Schlafraum“sowie ein „Rollenspielraum“ sind entstanden, die als Gruppenräume flexibel genutzt werden können. „Nächstes Jahr folgen die Sanierung der zentralen Halle und des Verwaltungsbereichs“, kündigte Walter an, die prognostizierte, dass die eingeplanten 500.000 Euro als Haushaltsmittel wohl zwar voll ausgeschöpft aber auch eingehaltenwerden können. Auch mit Blick auf viele problematische Details sei durch die Maßnahme Abhilfe geschaffen worden, beispielsweise beim Brandschutz und der energetischen Aufwertung. Abschließende Arbeiten im Außenbereich sollen nun noch durch die Firma Baier zeitnaherledigt werden.

Ortschaftsrat Josef Kucher, der einst als eines der ersten Kinder nach der Eröffnung den Kindergarten besucht hatte, zeigte sich beeindruckt: „Das ist klasse geworden; großes Lob.“

Tanja Gorus zitierte den Kommentar des fünfjährigen Jakob nach dem ersten Besuch in den neuen Räumen. „Er hat gesagt, so schöne Böden und Wände habe er noch nie gesehen.“

Leerrohr für Breitband liegt

Tiefbauamtsleiter Marco Pilenza informierte den Ortschaftsrat über die bereits ausgeführte Leerrohr-Verlegung von Schrezheim nach Espachweiler für einen möglichen Anschluss an das Breitband-Netz für schnellere Internetverbindungen. Die Leerrohre seien im Zuge des Radwegebaus durch den Ostalbkreis und beim Bau einer Wasserleitung durch die Stadtwerke mit viel Synergieeffekten jeweils mitverlegt und vorfinanziert worden. „Es war richtig, die Chancen jetzt gleich zu nutzen“, sagte Pilenza. Nun wolle die Stadt das insgesamt 1600 Meter lange Wegstück zu den anteiligen Herstellungskosten von 131.000 Euro zurückkaufen. Wie lange es dauern soll, bis der tatsächliche Netzanschluss durch einen Internetbetreiber erfolge, wollte Klaus Schneider wissen. Ein konkretes Datum können nicht genannt werden, eine Markterkundung laufe derzeit, sagte Pilenza.

Blick in den neu gesalteten Schlafraum: Jedes Kind hat sein persönlihces Fach für Decke, Schnuller, Kuscheltier.
Erläuterten die Umbaumaßnahmen am Kindergarten (v. l.): Ortsvorsteher Albert Schiele, Oliver Riek vom Stadtbauamt, Elternbeiratssprecherin Tanja Gorus, Planerin Sonja Walter, walter architektur, und Kindergarten-Leiterin Martina Schlegel-Hessel.
Ortsvorsteher Albert Schiele, Architektin Sonja Walter und Oliver Riek vom Stadtbauamt (v. l.) bei der Erläuterung der Umbaumaßnahmen zur energetischen Sanierung des städtischen Kindergartens Schrezheim.
Erläuterten die Umbaumaßnahmen am Kindergarten (v. l.): Oliver Riek vom Stadtbauamt, Kindergarten-Leiterin Martina Schlegel-Hessel, Elternbeiratssprecherin Tanja Gorus, Planerin Sonja Walter, walter architektur, und Ortsvorsteher Albert Schiele.
Erläuterten die Umbaumaßnahmen am Kindergarten (v. l.): Oliver Riek vom Stadtbauamt, Kindergarten-Leiterin Martina Schlegel-Hessel, Elternbeiratssprecherin Tanja Gorus, Planerin Sonja Walter, walter architektur, und Ortsvorsteher Albert Schiele.
Bei der Sanierung der Fayencestraße wurde eine Absenkung der Gehwege geschaffen, um Fußgänger zu leiten.

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