Aufschlag für Kläranlage Zöbingen

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Die Kläranlagen in Unterschneidheim (im Bild) und Zipplingen müssen mit Stationen zur Phosphatfällung ausgestattet werden. Dies hat der Gemeinderat jetzt beauftragt. 
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Wössingen bekommt Pumpstation und Regenüberlaufbecken für über 830.000 Euro.

Unterschneidheim. Unterschneidheim steckt mitten in der Umsetzung seiner Abwasserkonzeption. Ein jahrelanges, millionenschweres Projekt. Nachdem nun die Druckleitung von Wössingen zur Kläranlage Zipplingen gebaut ist, um die dortige Abwasserteichanlage an Zipplingen anschließen zu können, steht im nächsten Schritt die Erweiterung der Kläranlage in Zöbingen an. Der Ausbau selbst soll im nächsten Jahr beginnen und bis 2024 dauern. Die ungefähr vier Jahre alte Kostenschätzung liegt bei rund 1,34 Millionen – für den Ausbau in Zöbingen. „Wir gehen von einer Förderung von 80 Prozent durch das Regierungspräsidium Stuttgart aus“, sagte Bürgermeister Johannes Joas in der Sitzung des Gemeinderats im Feuerwehrhaus Unterschneidheim.

Der erste Aufschlag für diesen Teil der Abwasserkonzeption: Der Rat hat das Ellwanger Büro B&P Ingenieure beauftragt – Vergabesumme gut 170000 Euro, sich an die Planungen für den Zuschussantrag zu machen.

Zuvor hatte Ratsmitglied Anton Joas eine Diskussion ausgelöst mit seinem Plädoyer, die drei Kläranlagen doch lieber auf eine zusammenzuführen, das spare langfristig Aufwand und Personalkosten. Kollege Vitus Thorwart entgegnete: „Wir hatten eine Klausurtagung. Da wurden zwei Konzepte vorgestellt. Die Kosten für die dezentrale Lösung lagen bei 12 Millionen, die für die zentrale bei 20 Millionen. Aus Verantwortung den Kosten gegenüber, haben wir uns deshalb ziemlich geschlossen für die Dezentrale entschieden.“ Georg Seidenfuß ergänzte: „Wir haben jetzt Geislingen und Unterwilflingen umgesetzt und Zipplingen fast fertig. Das jetzt wieder zurückzubauen wäre ja ein absolutes Unding.“

Bürgermeister Joas beendete das Thema: „Es besteht kein ernsthafter Zweifel an dem beschrittenen Weg. Und wir sind Jahre und Millionen hinter dem Grundsatzbeschluss.“ Einstimmig war dann der Beschluss, für knapp 50 000 Euro Rohre für die Erschließung der Baugebiete in Zöbingen und Geislingen zu bestellen.

„In Wössingen geht es nun mit Pumpstation und Regenüberlaufbecken weiter“, erklärte Ortsbaumeister Eugen Lechner. Den Auftrag für die dafür nötigen Bauarbeiten ging an die Ellwanger Firma Hans Fuchs zum Angebotspreis von rund 835 000 Euro, das Gewerk Fällmittelstationen für knapp 170 000 Euro an die Firma Nova Umwelttechnik aus Großsontheim. Denn die Kläranlagen in Zipplingen und Unterschneidheim müssen mit einer Phosphatfällung erweitert werden. Jede der beiden bekommt einen Fällmitteltank. „In diesem werden Chemikalien zugesetzt, die mit dem Phosphor, das sich im Wasser befindet, reagieren. Dabei entstehen feste, ungelöste Phosphorverbindungen, die auf diese Weise aus dem Wasser entfernt werden können“, erläuterte Lechner. Die Aufstellfläche der großen Tanks müsse gesichert sein, damit keine Chemikalien ins Grundwasser gelangen können.

Die Kläranlagen in Unterschneidheim (im Bild) und Zipplingen müssen mit Stationen zur Phosphatfällung ausgestattet werden. Dies hat der Gemeinderat jetzt beauftragt. 

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