Das Schmuckstück wird

+
Der Ortschaftsrat Unterschneidheim hat die Baustelle seines neuen Rathauses besichtigt. Das Herzstück des Gebäudes: der künftige Ratssaal, der auch für Feierlichkeiten angemietet werden kann. Foto: Panja Tillmann-Mumm
  • schließen

Wie es in Unterschneidheims neuer Stube um Photovoltaik, Raumklima, freies WLAN und den ehemaligen Fahrradparkplatz steht.

Unterschneidheim

Der Gemeinderat war schon vor einigen Wochen dort, jetzt hat auch der Ortschaftsrat Unterschneidheim die Baustelle des neuen Rathauses besichtigt.

Rohbau und Zimmermannsarbeiten sind fertig, das Blechdach so gut wie, die Arbeiten im Bereich Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär in vollem Gange, die Fenster drin. Alle jetzt noch freien Wandaußenflächen des Erdgeschosses würden verglast, erläuterte Bürgermeister Johannes Joas bei dem Rundgang.

Ratsmitglied Anton Joas sagte, freie Dachflächen sollten für Photovoltaikanlagen genutzt werden. Der Bürgermeister sagte, die Architektinnen hätten beim Rathaus selbst abgeraten, doch das Schuldach solle genutzt werden. Die dort erzeugte Energie könne den kompletten Campus versorgen. Die Turnhalle sei wegen des Foliendachs schlechter geeignet. Beim Fahrradparker habe man vom einem Solarpaneel abgesehen, weil die Gefahr von Vandalismus bestehe, Leerrohr und Schacht für einen möglichen Anschluss an Fernwärme werde aber gleich mitverlegt.

Anton Joas warnte vor zu trockenem Raumklima durch die Betonbauweise im Erdgeschoss. Das könne die Mitarbeiter der Verwaltung krank machen. Joas und der stellvertretende Ortsvorsteher Michael Schimmele beruhigten: Die Thematik sei bewusst, doch die Putzschicht werde ausgleichend wirken.

„Gibt's freies WLAN für Besucher?“, fragte Josef Kohnle. „Bisher nicht, aber das ist durchaus denkbar“, lautete Joas Antwort. Im Obergeschoss soll auf Anraten der Architektinnen Echtholzboden kommen – im Erdgeschoss sind es Fliesen. Wegen des Parketts hatten so einige Räte Bedenken, was die Reinigung und den Schutz des Materials angeht. Eingelassene Schmutzfangmatten seien absolutes Muss.

Der Verwaltungschef informierte, wie abgesperrt wird, wenn es dann ab Start der Sommerferien an den entscheidenden nächsten Schritt mit den Außenanlagen, bei denen das Gelände zwischen Neubau und Sechta-Ries-Schule bis zu 170 Zentimeter tief abgetragen wird: Zwischen Feuerwehr und Trafokasten wird abgesperrt, genauso beim Treppenabgang zwischen Gymnastikraum und Grundschule, ebenfalls im westlichen Teil ab der Schultüre. Vom Friedhof her im Süden soll eine Gehmöglichkeit für die Schüler geschaffen werden, damit nicht das komplette Gelände umrundet werden muss. Zum Gymnastikraum gibt es in dieser Zeit keinen Zugang.

Das Dach des Fahrradunterstandes wird abgebaut, soll aber anderweitig zum Einsatz kommen. Wie, ist aber noch offen. Kohnle schlug vor, bei den Tischtennisplatten auf dem Schulhof damit einen regengeschützten Bereich zu schaffen, seine Ratskollegin Sonja Schneider, bei den Vereinsräumen einen Fahrradunterstand zu schaffen. Das sei dringend nötig. Das Pflaster, das ausgebaut werde, soll bim Parkplatz bei der Turn- und Festhalle in Zöbingen zum Einsatz kommen. „Damit können wir zufrieden sein“, bilanzierten die Räte.

Zurück zur Übersicht: Unterschneidheim

Kommentare