Diskussion um geplante Lagerhalle im Weidenfeldle

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Bei der Erweiterung einer Firma in Unterschneidheim stand Hochwasserschutz im Fokus.

Viele Bauvorhaben standen in der Sitzung in Unterschneidheim zur Abstimmung.

Unterschneidheim. Die vergangene Sitzung des Unterschneidheimer Gemeinderat war geprägt von einem Thema – Bauvorhaben. Ganze acht Punkte umfasste dieser Tagungspunkt.

Einstimmig konnte der Gemeinderat einen Anbau an eine bestehende Abstell- und Gerätehütte in Unterschneidheim durchwinken. Ebenso den Abbruch eines bestehenden Stalles und Neubau einer Lagerhalle für Landwirtschaft in Unterwilflingen zusammen mit dem Abbruch des Dachgeschosses des Wohnhauses, um dort eine Aufstockung mit Gaube und Balkon vorzunehmen. Im Weidenfeldle soll der Anbau einer Fertigungshalle erfolgen und in Zöbingen ein zweiseitiger Werbepylon an der Hauptstraße aufgestellt werden.

Aufstockung im Blick

Einige Fragen warf ein Bauvorhaben in Zipplingen auf. Dort soll eine energetische Sanierung und Aufstockung eines Wohnhauses erfolgen. Dieses Bauvorhaben verstößt jedoch gegen einige Festsetzungen des Wohngebietes. So soll die zulässige Grundfläche um 23 Prozent überschritten werden, es sollen 50 Quadratmeter nicht überbaubarer Grundstücksbereich genutzt werden, die Gebäudehöhe soll über acht Meter werden und zwei Vollgeschosse sind dort ebenfalls nicht zulässig. Zwar kommt die Kreisbaumeisterstelle zum Ergebnis, dass aus städtebaulicher Sicht zugestimmt werden kann, dennoch kamen verschiedene Fragen auf, die Bürgermeister Nikolaus Ebert jedoch klären konnte.

So stammt der Bebauungsplan aus den 1980er Jahren. „Damals wurde anders gedacht“, sagte Ebert. Eine andere Bauweise wäre für die beiden Familien, die dort wohnen möchten, nicht umsetzbar. Auch Zipplingens Ortsvorsteher Anton Diepold betonte, dass junge Familien in Zipplingen willkommen sind. Nun soll eine Nachbarbeteiligung stattfinden, wenn von dort keine Einwendungen kommen, kann das Bauvorhaben durchgeführt werden.

Gesprächsstoff Hochwasser

Der Neubau einer Lagerhalle im Weidenfeldle sorgte ebenfalls für Diskussionen. Dort soll eine 80 mal 30 Meter große Halle entstehen. Die Halle soll zur Vermietung als Lager genutzt werden.

„Vom Schuhkarton bis zum Lkw kann hier alles gelagert werden“, beschrieb Bürgermeister Nikolaus Ebert das Vorhaben.

Das Grundstück ist in privater Hand und die Vorgaben des Bebauungsplanes werden bis auf die Überschreitung der Grundfläche eingehalten. Aufgrund der Lage wird eine Aufschüttung des Geländes zugunsten des Hochwasserschutzes erfolgen müssen.

Der Gemeinderat gab seine Zustimmung, wenn die Kreisbaumeisterstelle das Projekt ohne Einwände sieht, kann dies umgesetzt werden.

Michael Scheidle

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