Hier entsteht die neue Mitte von Unterschneidheim

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Erster Spatenstich zum neuen Rathaus von Unterschneidheim: bis April 2023 soll das zweistöckige Gebäude fertig sein.
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Der Anfang ist mit dem ersten Spatenstich gemacht, das neue Rathaus von Unterschneidheim neben Schulcampus, Seniorenzentrum und Feuerwehr soll bis April 2023 fertig sein.

Unterschneidheim. Es sei ein Glücksfall für ihn als neu gewählten Bürgermeister, dieses Gebäude bauen zu können, sagte Johannes Joas beim Spatenstich am Donnerstagabend. Der Bau des neuen Rathauses werde ein Höhepunkt seiner Amtszeit sein und der Standort im Sanierungsgebiet neue Mitte zwischen Grundschule, Realschule, Feuerwehrhaus und dem Seniorenzentrum der Sonnengarten-Stiftung sei ideal um einen neuen Mittelpunkt der Ortschaft auszubilden.

Joas dankte seinem Vorgänger Nikolaus Ebert, dem „maßgeblichen Vater dieses Projekts“, das bereits seit 2001 angedacht war. 2016 sei dann die Grundsatzentscheidung für diesen Standort gefallen, nachdem die Alternative in der Badstraße, in Nachbarschaft des derzeitigen Rathauses im Schlössle unter anderem wegen der Überschwemmungsgefahr wegfiel. Am 10. Juni 2020 fiel einstimmig die Entscheidung für den Siegerentwurf der Architekten Kauffmann, Theilig & Partner im Architektenwettbewerb. In der Jury saß neben drei Architekten der gesamte Gemeinderat, weshalb man das neue Rathaus ein echtes Projekt der Bürgerschaft nennen könne. Der Planungsauftrag erfolgte am 20.7. 2020, die Baugenehmigung erfolgte im April dieses Jahres. Am 20. September hat der Gemeinderat die Vergaben des Ausschreibungsblocks beschlossen. Damit sind 70 Prozent der Gesamtkosten bereits fixiert. „Wir sind auch darauf vorbereitet, dass nicht immer alles so läuft, wie geplant“, meinte Joas, die Architekten hätten sein volles Vertrauen auch eventuelle Stolpersteine aus dem Weg zu räumen.

Andrea Litterer, Architektin und Partnerin im Büro Kauffmann, Theilig & Partner versprach, dass auch das neue Rathaus, wie schon das Schlössle ein identitätsstiftender Ort für die Gemeinde werde. Die zwei Gebäudeflügel, die versetzt zueinander stehen, sollen das Volumen kleiner erscheinen lassen. Das Satteldach soll die bestehende Bebauung in der Ziegelhütte aufgreifen. Das zweistöckige Gebäude mit 1000 Quadratmeter Nutzfläche werde großzügig verglast und biete neben 15 Büros, zwei Besprechungsräumen, dem Sitzungssaal im Obergeschoss auch Platz für Archiv und andere Zwecke. Bereits im kommenden März soll die Holzkonstruktion auf den Rohbau aufgesetzt werden.

Günter Traub, Geschäftsführer der Baufirma Franz Traub sprach von 500 Kubikmeter Beton, die in das Flachfundament, die Wände und die Decke des ersten Geschosses verwendet werden. Das entspreche dem Volumen von 50 Transmix-Lastwagen. Auf dem Betonbau werden die zweite Etage und der Dachstuhl als Holzkonstruktion ausgebildet. Zunächst werde die Firma Schimmel den Erdaushub vornehmen.

Die Rieser Trachtenkapelle unter Leitung von Ulrich Sachs spielte den zahlreichen Gästen den „böhmischen Traum“ und weitere schwungvolle Stücke, bevor alle von der Gemeindeverwaltung zum Imbiss eingeladen waren. Gerhard Königer

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger kamen zum Spatenstich am neuen Rathaus von Unterschneidheim.
Schwungvolle Begleitung zum ersten Spatenstich am neuen Rathaus von Unterschneidheim spielte die Rieser Trachtenkapelle.

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