Hoher Besuch für die „Neue Mitte“

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Staatssekretärin Andrea Lindlohr (blauer Blazer) informierte sich in Unterschneidheim über die Sanierung der „Neuen Mitte“. Foto: je

Welche Umwälzungen die Staatssekretärin im Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, Andrea Lindlohr, in Unterschneidheims Ortskern zu sehen bekam.

Unterschneidheim

In der Ortsmitte laufen derzeit einige Sanierungsmaßnahmen, auch gefördert mit Landesmitteln. Weitere sind bis 2028 geplant. Andrea Lindlohr, Staatssekretärin im Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, hat sich gestern bei einem Rundgang ein Bild über den Stand im Sanierungsgebiet „Neue Mitte“ gemacht.

Neben der Staatssekretärin (Grüne) waren auch die Landtagsabgeordneten Martina Häußler (Grüne) und Winfried Mack und eine Reihe Gemeinderatsmitglieder zum Treffpunkt beim Platzwirt gekommen. Bürgermeister Johannes Joas bezeichnete die Sanierung im Ortskern als „sehr wichtig für die Attraktivität und die Wandlung des Ortes“. Sie sei ohne Förderungen des Landes und Engagement von Privatinvestoren nicht möglich. Andrea Lindlohr sagte, der Landesregierung sei die städtebauliche Erneuerung auch in ländlichen Gemeinden sehr wichtig. Mit einer „lebendigen Ortsmitte“ wolle man attraktive Orte schaffen, zum  Wohnen und zum Arbeiten, und den Wechsel von der landwirtschaftlich geprägten zur modernen Gemeinde schaffen. Unter anderem müsse bezahlbarer und angemessener Wohnraum geschaffen werden. In Unterschneidheim gebe es ambitionierte, aber durchdachte Pläne.

Franz Zekl, Vorstandsmitglied der Bopfinger Bank Sechta Ries, stellte das Wohnbauprojekt seiner Bank vor, das anstelle des abgerissenen Raiffeisen-Marktes entsteht. Auf drei Stockwerken werden Gewerberäume und bezahlbare barrierefreie Wohnungen gebaut, die vermietet werden. Danach wird die Zweigstelle der Bank modernisiert.

Martina Uhl, Leiterin des Bauamts der Gemeinde, erläuterte den barrierefreien Umbau des Hotels Platzwirt und des Platzes vor dem jetzigen Rathaus. Hier ist der bisherige Sitzungssaal abgebrochen und ein attraktiver Dorfplatz mit Parkplätzen und Maibaumstandort gestaltet worden. Alle drei Maßnahmen waren aus dem Städtebauprogramm des Landes gefördert worden.

Weitere Stationen waren der Franz-Bühler-Platz, wo eine „grüne Ruheinsel“ entstehen und die Sechta erlebbar gemacht werden soll, ein mit Fördermitteln zum Wohngebäude umfunktionierter ehemaliger landwirtschaftlicher Betrieb und das derzeit neu entstehende Rathaus. Die Staatssekretärin bezeichnete die Projekte als beispielhaft, als wichtige Beispiele für Umbau von Betrieben zu Wohnraum. Winfried Mack schloss sich dem an. Am Rathaus, das eine PV-Anlage erhalten soll, mahnte er als eine dringliche Aufgabe der Landesregierung an, möglichst schnell für den Ausbau von leistungsfähigen Stromnetzen zu sorgen, um Energie von solchen Anlagen in dasselbe einleiten zu können.

Letzte Station waren die neuen Räume der Vereine im Sporthallen-Gebäude, die die Staatssekretärin begeistert anschaute und als beispielhaft lobte. Sie sind mit Förderungen, aber auch mit viel Eigenleistung entstanden. Beim abschließenden Umtrunk wurde noch manches Gespräch geführt.

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