Johannes Joas tritt sein Amt an

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Machtwechsel: Der stellvertretende Bürgermeister Hermann Geiger (rechts) nimmt dem neu gewählten Gemeindeoberhaupt Johannes Joas (links) in der Sporthalle Unterschneidheim den Amtseid ab.
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Zum Monatswechsel lenkt in Unterschneidheim ein neuer Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde. Wie die Vereidigung am Montagabend gestaltet wurde.

Unterschneidheim

Bei bestem Sonnenschein, geradezu „Kaiserwetter“, empfing die Rieser Trachtenkapelle Musikverein Unterschneidheim die gut 150 Bürgerinnen, Bürger und Ehrengäste zur Vereidigung des neuen Bürgermeisters. Und der „Böhmische Traum“ bildete die passende Einstimmung, denn ein solcher Traum ging für Johannes Joas an diesem Ehrentag in Erfüllung.

Der stellvertretende Bürgermeister Hermann Geiger hob in seiner Ansprache hervor, dass der gebürtige Unterschneidheimer Joas schon als Kind immer nur Bürgermeister werden wollte. Nun habe er sein Ziel erreicht, „dafür braucht es Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen. Eigenschaften, die ein Bürgermeister gut gebrauchen kann“, so Geiger. Wenn es Joas nun noch gelinge, die Menschen mitzunehmen, gehe die Gemeinde weiterhin guten Zeiten entgegen.

Mit der Ablegung des Amtseides versprach Joas, genau das zu tun. „Ich werde Sie mitnehmen, Ihnen zuhören und Sie bitten, mitzumachen. Und das werde ich einfordern.“

Aktive Mitarbeit und Bürgerbeteiligung habe er sich in sein Wahlprogramm geschrieben, und daran wolle er sich messen lassen.

„Unterschneidheim ist gut aufgestellt“, hielt Joas fest. In zahlreichen guten und konstruktiven Übergabegesprächen mit seinem Vorgänger Nikolaus Ebert, dem Rathausteam, den Gemeinde- und Ortschaftsräten habe er sich davon in den letzten Wochen überzeugen dürfen.

Projekte fortführen, neue Ideen einbringen

„Es waren intensive Gespräche, und viele Projekte stehen an, die es zu bewältigen gibt. Die neue Mitte, das neue Rathaus, Breitbandausbau und Abwasser sind herausfordernde Aufgaben. Die Ortsumfahrung Zöbingen ist gar ein Projekt für Jahrzehnte.“

Das alles wolle er fortführen, aber dabei auch neue Ideen einbringen: „Kurzfristig sollten wir auch verkehrsberuhigende Maßnahmen angehen. Wohnraum zu schaffen muss weiter hohe Priorität genießen, lokale Freizeitangebote und Radwege müssen ausgebaut werden. Gerade in Pandemiezeiten zeigt sich, wie wichtig dies ist.“ Das Wahlergebnis verstehe er mit Demut als Auftrag und Verpflichtung. Und unter langem Applaus schloss Joas mit einem Kissinger-Zitat: „Junge Leute sollten nicht Bäume ausreißen, um nachzusehen, ob die Wurzeln noch da sind.“

Landrat Joachim Bläse überreichte Joas die Ernennungsurkunde und beglückwünschte den neuen Bürgermeister, der mit deutlicher Mehrheit gewählt worden war: „71 Prozent Wahlbeteiligung und 65 Prozent der Stimmen ist ein starkes Vertrauen. Ein großer Dank allen, die gewählt haben.“

Die Kommunen seien der Ort der Wirklichkeit, hier spüre man unmittelbar die Auswirkungen von Entscheidungen. Das Vorhaben Joas', einen Jugendbeirat gründen zu wollen, sei eine gute Entscheidung.

Bläse wünschte Joas, dass er ein Bürgermeister für alle sein werde, auch für die Teilorte. Und: „Hier entscheidet Sachpolitik, nicht Parteipolitik“.

Unterschneidheims Ortsvorsteher Stefan Hönle überbrachte Glückwünsche und Einladungen der Partnergemeinde Krumhermersdorf, und Bopfingens Bürgermeister Gunter Bühler als Sprecher des Gemeindetags und Kreisverbands die Glückwünsche der Bürgermeisterkollegen.

Der scheidende Bürgermeister Nikolaus Ebert wünschte seinem Nachfolger alles Gute und bat die Bürger, Joas ebenso nach Kräften zu unterstützen.

Mehr zur anschließenden Verabschiedung Eberts lesen Sie in der folgenden Ausgabe.

Ich werde Sie mitnehmen, Ihnen zuhören und Sie bitten, mitzumachen. Und das werde ich einfordern.“

Johannes Joas, Bürgermeister Unterschneidheim

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