Künftig deutlich mehr Platz für Tiere

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Kühe auf der Weide.

Geislingen macht den Weg frei für den Umbau eines Milchviehbetriebs. Was das Landratsamt mitgibt.

Unterschneidheim. Ein landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb im Unterschneidheimer Teilort Geislingen möchte seinen Milchviehstall umbauen und modernisieren. Der vorhandene alte Melkstand soll abgebaut werden und durch einen Melk-Roboteranlage ersetzt werden. Geräumige Liegeboxställe verschaffen den Tieren mehr Platz.

Befürchtungen der Anwohner aus Geislingen und des Gemeinderates, der landwirtschaftliche Betrieb solle im Viehbestand noch erweitert werden, sind laut Ortsvorsteher Georg Seidenfuß völlig unbegründet: „Die Situation im Außenbereich wird sich nicht verschlechtern und der Tierbestand soll sogar verringert werden“, sagt Seidenfuß. Das Vorhaben diene vor allem der tiergerechten Unterbringung des gesamten Tierbestandes in zeitgemäßen Liegeboxenställen und der Verbesserung der Arbeitswirtschaft durch die Umstellung auf ein automatisches Melksystem.

Von der Kreisbaumeisterstelle im Landratsamt, den Geschäftsbereichen Wasserwirtschaft, Umwelt und Gewerbeaufsicht, der Unteren Naturschutzbehörde, Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung sowie Landwirtschaft liegen positive Stellungnahmen vor. Zur Abschätzung möglicher Auswirkungen hinsichtlich auftretender Gerüche wurde eine Geruchsausbreitungsberechnung durchgeführt. Es wurde festgestellt, dass sich für die nächstliegende Wohnbebauung keine Verschlechterung hinsichtlich der Gerüche ergibt.

„Im Grunde spricht nichts gegen das Bauvorhaben und die Erteilung des Einvernehmens durch den Ortschaftsrat“, sagt Ortsvorsteher Seidenfuß. Die Beratungen im Gemeinderat von Unterschneidheim kamen zum gleichen Ergebnis. Zur abschließenden Empfehlung wurde das Bauvorhaben nochmals an den Ortschaftsrat Geislingen zurückgegeben. Dieser stimmte dem Bauantrag des Landwirts einstimmig zu. Die Auflagen vonseiten des Landratsamtes zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung müssen noch vom Bauherren entsprechend dargestellt werden. 

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