Pfiffige Detaillösungen, barrierefrei und rundum perfekter Brandschutz

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Die Verwaltungsräume an der Sechta-Ries-Schule haben einiges an Raumfläche abgegeben. Dadurch hat die Schule - ohne einen Anbau machen zu müssen - Platz für ein geräumiges Lehrerzimmer geschaffen.
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Darum stimmen bei der Sanierung der Unterschneidheimer Schule trotz einiger ungeplanter Mehrarbeiten der Kostenrahmen und das Ergebnis.

Unterschneidheim

Über zwei Jahre lang ist die Sechta-Ries-Schule für 3,6 Millionen Euro saniert worden. Nun haben Gemeinderat und Bürger die Schule besichtigt und staunten. Brandschutz und der Umbau der Verwaltung standen im Fokus der Sanierung. „Von den Kosten her war's eine ordentliche Nummer“, so Ronny Winter, Leiter technisches Gebäudemanagements, beim Rundgang.

Der Treppenaufgang im Eingangsbereich ist komplett neu und besser beleuchtet. Links neben der Treppe ist ein barrierefreier Zugang entstanden und ein Stück weiter gibt es eine Behindertentoilette.

Schon durch die Fensterscheiben leuchtet grün der neue Aufzug, über den alle Ebenen des Gebäudes erreichbar sind. „Bisher brauchten wir manche Geräte für jedes Stockwerk extra, weil sie sich nicht über die Treppe transportieren ließen“, sagt Winter.

Eine große Aufgabe sei der Brandschutz gewesen. „Wir haben nun fünf Notausgangstreppenhäuser“, so Winter. Der Musiksaal neben dem Foyer habe einen Brandschutzvorhang, die Außenhaut Panikschlösser, die Dachfläche sei saniert, das undichte Dach der Feuerwehr sei gleich mitgemacht worden. Der Boden des Innenhofs sei unter dem Kran abgesackt, musste daher gerichtet werden. So seien ungeplant gleich mehrere größere Punkte während der Bauzeit dazugekommen.

Die Kosten hochgetrieben, habe dies aber nicht. Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens der Digitalpakt, „der genau zur richtigen Zeit kam“. Durch ihn stand weiteres Geld zur Verfügung. Zweitens die Synergien, die sich nutzen ließen bei der Umsetzung.

Durch die Arbeiten für den Brandschutz habe die Decke komplett geöffnet werden müssen. Dies habe man dann ohne großen Aufwand für die Verkabelung der Räume nutzen können. Das habe viel Zeit und Geld gespart, so Winter. Und so war am Ende sogar ein zentraler Serverraum drin.

Was sich sonst verändert hat: Rektorat und Sekretariat haben ein gutes Stück Platz abgetreten. So konnte das Lehrerzimmer deutlich vergrößert werden, ohne einen Anbau. Es gibt eine elektronische Schließanlage in der Außenhaut des Schulcampus. Das Schularchiv musste weichen. Dafür gibt es einen Putzraum. Beim Thema Lüftung habe man auf natürliche Lüftung über Flügelfenster gesetzt.

„Wir haben viel multifunktional gemacht“, sagt Winter. Die Theke beispielsweise hat Räder. So kann sie im Lehrerzimmer Ort des Austauschs sein, bei Veranstaltungen im Foyer oder auf dem Schulhof stehen.

Die vielen Besprechungen haben sich gelohnt: Durch pfiffige Detaillösungen hat die Schule Mehrwert gewonnen, wie Rektor Stefan Vollmer bestätigt. Was auch ein großer Gewinn für den Unterricht ist, sind die 35 neu angeschafften Whiteboards, die Konrektor Hans Schwager vorführt. Dieser hat den Digitalpakt so gut umgesetzt, dass das Land Schwagers Ausarbeitung als Musterlösung anbietet.

Die Zusammenarbeit mit der Schule habe super geklappt, sagt Winter. Diese sei sehr flexibel gewesen, trotz der erschwerten Bedingungen, dass wegen Corona die Klassen geteilt und mehr Räume benötigt waren. Die Schulverwaltung habe jeden möglichen Raum genutzt, sei beispielsweise zur Feuerwehr ausgewichen für den Unterricht. So konnten die Handwerker die ganze Zeit am Ball bleiben.

Der Eingangsbereich wurde hell und freundlich gestaltet.
Konrektor Hans Schwager führte die Whiteboards vor.
Ein Aufzug sorgt für Barrierefreiheit.

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