So können Immobilienbesitzer an Fördergelder für eine Sanierung kommen

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So einige Häuslesbesitzer haben kleine Wiesenstücke hinter dem Haus. Einzeln lässt sich damit nicht viel anfangen. Doch würden mehrere zusammengefasst werden, ließe sich etwas daraus machen. Bürgermeister Joas hätte da manche Idee.
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Wie das Land Unterschneidheimer Bürgerinnen und Bürger finanziell unterstützt, wenn sie ihr Eigenheim sanieren wollen und wie dieses Angebot angenommen wird

Unterschneidheim

Bei der Wohngebäudeaufwertung in Unterschneidheims Sanierungsgebiet Neue Mitte ist noch deutlich Luft nach oben. „Wir haben eine private Maßnahme, die abgeschlossen ist“, zieht Bürgermeister Johannes Joas ein mageres Fazit zu der Förderung, die Gemeinde und Land seit 1. Januar 2018 anbieten. Also Baumaßnahmen am Eigenheim, die in irgendeiner Weise aufwerten.
Was wäre denn alles förderfähig? Wohnraumerweiterung, beispielsweise über Gauben. Wohnraumsanierung. Um das Ortsbild aufzuwerten. Energetische Maßnahmen. „Alles, was aufhübscht, ist für uns interessant.“ Wer eine Idee hat, soll sich im Rathaus gerne melden. „Dann gucken wir, ob dafür Zuschüsse möglich sind.“

Die grundsätzliche Leitlinie sei: eine optische oder energetische Verbesserung. Oder eben die Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Die Verwaltung habe schon manche Bürger angesprochen. Besonders interessant ist alles im Bereich Sechtengasse und Wagnergasse, wo ohnehin in den nächsten Jahren manches gemacht werden soll. Straßenbelag, Gestaltung des Sechta-Ufers, Franz-Bühler-Platz. „Wenn wir da private und öffentliche Maßnahmen verbinden könnten, wäre das gut und wünschenswert“, so Joas. Die Straße selbst, also die Sechtengasse, sei fertig. Da gehe es nur noch um den Belag. Doch ansonsten gäbe es einiges zu optimieren.

In Sachen Grunderwerb kommt die Gemeinde nicht recht vom Fleck. „Da ist nicht wirklich Zug dahinter“, bedauert Joas. Keiner will verkaufen. Die Gründe dafür seien vermutlich multifaktorell, mutmaßt er. Einer davon sei wahrscheinlich die Zinssituation. Dass es nichts gibt fürs Geld auf der Bank. Doch dann kann's auch nicht vorangehen bei der innerörtlichen Entwicklung. „Wir haben hier Bereiche, die einfach nicht gut verwendet werden. Gebäude oder Gebäudeteile, die leerstehenden Hofstellen, die nur rudimentär genutzt werden“, zählt der Bürgermeister auf. Da sei Einiges an Grünfläche dabei, die sich zur Baulanderschließung eigne. Besonders auch dann, wenn sich da etwas zusammenfassen ließe, sich eine Gruppe Nachbarn zusammentäte. Wenn jeder nur ein schmaleres Stückle Wiese hinterm Haus hat, ohne Zugang zur Straße, bringt das nicht viel. Doch fasse man da mehrere zusammen, lasse sich durchaus etwas Gutes damit anfangen, ist Joas überzeugt. „Wenn wir da manches an kleinen Flächen - in die ohnehin keiner reinbauen könnte, da der Platz nicht reicht und kein Zugang zur Straße da ist – in einen Topf zusammenschmeißen würden, wäre da schon etwas denkbar an innerörtlicher Quartiersentwicklung.“ Das Förderprogramm laufe noch bis zum 30. April 2027, erklärt Martina Uhl vom Bauamt.

Joas wirbt: „Wir würden uns wünschen, dass sich noch mehr Bürger in der Neuen Mitte durchringen, die Fördermöglichkeiten zu nutzen.“ Bisher sei kaum davon Gebrauch gemacht worden. Die Gemeinde mache ein gutes Angebot an die Anlieger, die durch die Förderung nicht alles an ihrem Bau alleine stemmen müssen. Da dürfe es gern noch ein bisschen mehr an Nachfrage geben, ermuntert er.

Alles, was aufhübscht, ist für uns interessant.“

Johannes Joas, Bürgermeister Unterschneidheim
Bürgermeister Johannes Joas hofft, dass mehr Unterschneidheimer Privatleute die Fördermöglichkeit der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme "Neue Mitte" nutzen.
Die Sechtengasse soll einen neuen Belag bekommen. Bürgermeister Joas hofft, dass Anlieger die Chance der Förderung durch das Land Baden-Württemberg nutzen und ihre Häuser aufwerten.
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So einige Häuslesbesitzer haben kleine Wiesenstücke hinter dem Haus. Einzeln lässt sich damit nicht viel anfangen. Doch würden mehrere zusammengefasst werden, ließe sich etwas daraus machen. Bürgermeister Joas hätte da manche Idee.

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