Unterschneidheims Wald leidet

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Die Trockenheit schadet dem Unterschneidheimer Gemeindewald. Aufgrund Schadholz gibt es deutlich mehr Holzeinschlag, als geplant. Für die Zukunft heißt das: Weniger Einschlag, mehr Verjüngung.
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Das Ergebnis der Forstinventur wurde vorgestellt. Wie es um den Gemeindewald bestellt ist und welche Maßnahmen getroffen werden müssen.

Unterschneidheim

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte den Gemeinderat eine längere Tagesordnung. Unter anderem die Bewirtschaftung und Pflege des Gemeindewaldes ein Thema.

Nach einer Umstrukturierung wird der Gemeindewald jetzt von der Forstaußenstelle Bopfingen betreut. Deren neue Leiterin Marieke Plate, Forsteinrichter Sebastian Doleski und Revierförster Peter Müller stellten dem Gremium turnusgemäß die Ergebnisse und Planungen der sogenannten „Forsteinrichtungserneuerung“ vor. Sie muss alle zehn Jahre erfolgen. Marieke Plate leitet die Außenstelle seit einigen Monaten.

Doleski erläuterte zunächst die Ergebnisse der Inventur des Waldes, das heißt seinen Zustand. Danach leidet auch der Unterschneidheimer Wald unter dem Klimawandel. So sind unter anderem viele Fichten bereits im mittleren Alter durch Käferbefall geschädigt oder durch Winde umgestürzt.

Auch die Trockenheit schade vielen Bäumen. Die Bedeutung der Fichte werde weiter abnehmen, andere, resistentere Baumsorten wie Eiche, Douglasie, Bergahorn oder Buche an Anteil zunehmen. An Holzeinschlag gab es auch aufgrund der geschädigten Bäume mehr als geplant.

Rund 3000 Euro verdiente die Gemeinde damit jeweils in den vergangenen Jahren. Jetzt mache man sich daran, den Bestand nach zu pflanzen und damit zu verjüngen. Was wiederum bedeute, dass mit Einschlag kein Geld zu verdienen sein wird, der Erlös werde für Neupflanzungen und Pflege des Bestands gebraucht.

Der geplante Einschlag von 1559 Festmetern pro Jahr liege deutlich niedriger als in den vergangenen Jahren (2400 Festmeter). Ziel ist es laut Plate und Doleski, weg von Monokulturen hin zu einer „guten Durchmischung“ zu kommen und vor allem zu einer nachhaltigen und ökologischen Bewirtschaftung.

Luftfilter-Spende abgewiesen

Bereits im Frühjahr wurde der Gemeinde die Spende mehrerer Luftfiltergeräte für die Franz-Bühler-Grundschule angeboten. Die Spende wurde in zwei Gemeinderatssitzungen im März und April jeweils nicht angenommen (wir berichteten).

Der Elternbeirat wünscht sich jedoch die Geräte, andererseits sind nach Expertenmeinung und der Ministerien die Geräte ohne großen Nutzen. Zudem erläuterte der Bürgermeister, dass die vom Spender vorgesehenen Geräte nicht förderfähig seien, weil Sie die vorgeschriebenen Kriterien an Leistung nicht erfüllen und zudem für den Unterricht zu laut seien. Darüber hinaus könne in der Schule ausreichend gelüftet werden.

Bürgermeister Joas hatte im Vorfeld mit dem Spender geredet und ihm gesagt, dass man die Geräte nicht wolle. Zudem sei vernünftiges Lüften nach allen Expertenmeinungen effektiver, dem stimmte auch der Gemeinderat zu. Damit wurde die Spende abgelehnt. Die Elternvertreter und die Bürger sollen über die Gründe informiert werden.

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