Unterschneidheimer Wehr bekommt neues Fahrzeug

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Die Feuerwehr in Unterschneidheim wird mit einem neuen Löschfahrzeug ausgestattet. Die Gemeinde lässt sich das einiges kosten.
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Mit der Einweihung des neuen Fahrzeugs wird allerdings nicht vor dem Jahr 2025 gerechnet.

Unterschneidheim. Die erste Sitzung nach der Sommerpause des Gemeinderates Unterschneidheim hat am Montagabend im Dorfhaus in Walxheim stattgefunden. Es war der Abschluss der „Teilortetour“ des Gemeinderates.

Eines der zentralen Themen an diesem Abend war die Beschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs HLF20 für die Freiwillige Feuerwehr Unterschneidheim. Wie es in der Sitzung hieß, sei das alte Löschfahrzeug LF16/12 der Wehr bereits 27 Jahre alt, weshalb entsprechender Handlungsbedarf bestünde.

Der Kauf ist für die Gemeinde durchaus kostspielig, auch wenn es dafür Zuschüsse gibt. Für die Anschaffung des Fahrzeugs werden in diesem Jahr 100 000 Euro bereitgestellt. Für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 sind jeweils weitere 250 000 Euro. Bürgermeister Johannes Joas rechnet - auch mit Blick auf die derzeitigen Lieferschwierigkeiten - mit einer Einweihung des Löschfahrzeugs nicht vor 2025.

„Das Fahrzeug wird das neue Zugpferd der Wehr,“ zeigte sich Bürgermeister Johannes Joas in der Sitzung überzeugt.

Und so wurde nun das Fachbüro Kratochwill damit beauftragt, die für den Kauf erforderliche Ausschreibung vorzubereiten. In der November-Sitzung des Gemeinderats wird dann vermutlich die Vergabe des Auftrages erfolgen.

Darüber hinaus wurde in der Sitzung auch noch ein Zwischenbericht zum laufenden Haushaltsjahr vorgestellt. Nicole Joas von der Kämmerei betonte in diesem Zuge, dass eine zuverlässige Hochrechnung in der aktuellen Lage schwierig sei. Dennoch sehe die Verwaltung in Unterschneidheim „sehr zuversichtlich“ in die Zukunft. Zwar würden Aufwendungen, insbesondere für Energie, steigen. Auf der anderen Seite rechne man aber auch mit einer durchaus positiven Entwicklung auf der Einnahmeseite. Unter dem Strich rechne man lediglich mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 8000 Euro. „Dieser Haushalt bietet Sicherheit,“ befand Joas dann auch abschließend.

Für mehr Diskussionen sorgten danach im Rat zwei Baugesuche. Zum einen wurde über einen Neubau in Unterschneidheim Ost gesprochen. Hier ging es darum, dass eine Aufschüttung zu hoch geraten war - zumindest nach den Vorgaben des Bebauungsplans. Schlussendlich waren sich die Räte dann aber doch einig, dass die hohe Aufschüttung an dieser Stelle notwendig ist.

Bei einem weiteren Bauvorhaben in Nordhausen ließ man indes keine Milde walten. Hier ging es um Nebenanlagen auf einer nicht überbaubaren Grundstücksfläche. Die Anlagen seien zu hoch und würden das Leitungsrecht der Gemeinde tangieren, wurde moniert. Im Rat wurde deshalb dafür plädiert, die Nachgenehmigung zu verweigern - obwohl sich der Bauherr zwischenzeitlich bei der Verwaltung entschuldigt und einen Rückbau angeboten hatte.

Der Vorgang sorgte für kontroverse Diskussionen. Einige Räte vertraten die Auffassung, der Bebauungsplan sollte eingehalten werden, die andere Fraktion verwies auf die vielen Befreiungen, die immer wieder ausgesprochen werden. In geheimer Abstimmung wurde die Nachgenehmigung am Ende mit sieben zu sechs Stimmen mehrheitlich abgelehnt. 

Die Feuerwehr in Unterschneidheim wird mit einem neuen Löschfahrzeug ausgestattet. Die Gemeinde lässt sich das einiges kosten.
Feuerwehrauto Symbolbild

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