Viele Fragen bleiben ungeklärt

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Pfahlheim soll künftig auf einen Ortsteilbudget-Topf zugreifen können. Vieles ist aber noch unklar. Archivoto: opo

Warum Pfahlheim wegen des Ortsteilbudgets nur verhalten optimistisch ist und was noch zu tun ist.

Ellwangen-Pfahlheim. 80 000 Euro will die Stadtverwaltung als Ortsteilbudget einführen, der Gemeinderat hat bereits grünes Licht dafür gegeben. Den Antrag hatten SPD-Fraktion und Schrezheim gestellt gehabt. Doch wer bekommt wie viel? Schrezheim, Pfahlheim, Röhlingen und Rindelbach sind schließlich nicht gleich groß. Und für was sollen, müssen oder dürfen die Ellwanger Ortsteile den ihnen dann zustehenden Betrag einsetzen?

„Mir fehlt da die klare Definition, wie das aussehen wird. Ich hätte gerne die Details gekannt, um da mit ruhigem Gewissen zustimmen zu können.“, sagte Pfahlheims Ortsvorsteher Wolfgang Seckler in der Sitzung des Ortschaftsrats am Dienstagabend. „Jeder wird vermutlich einen Sockelbetrag bekommen und der Rest dann nach der Anzahl der Einwohner berechnet werden.“ Zur Verfügungsmöglichkeit gebe es aber noch keine Aussage. Einem geschenkten Gaul, schaue man zwar nichts ins Maul, aber: „Die Information, dass wir Geld bekommen, ist mir zu wenig.“ Er hoffe, dass diese Neuerung kein Bumerang für die vier Ortsteile werde. „Wenn wir deswegen drei Jahre auf ein Projekt sparen müssen, dann ist das alles andere als ein Gewinn für uns.“ Es solle schon abgeklärt sein, wie die Summe aufgeteilt werde, was damit abgedeckt werden solle. Der Grundgedanke sei auf jedenfall gut.

Ratsmitglied Franz Kuhn gab zu bedenken, dass es unnötig kompliziert werden könne, falls der Gemeinderat jedes Mal sein Okay geben muss, wenn ein Ortsteil beispielsweise einen Verein unterstützen wolle: „Wir sollten nicht das Pferd von hinten aufzäumen.“

„Ich sehe das verhalten optimistisch, nicht euphorisch“, sagte Seckler. Es bestehe auch die Gefahr, dass es die Ortschaftsverwaltungen mit vermehrten Anfragen zu tun bekämen.⋌pe

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