Vorbereiten auf die Notfallstufe

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Bauplätze, Außerplanmäßiges, große Herausforderungen, ein Wartehäuschen, das noch warten muss.

Unterschneidheim-Geislingen. Wie sieht's mit den neuen Bauplätzen aus? Das war ein Thema, das in der Bürgerfragestunde in der Sitzung des Ortschaftsrates Geislingen in der Alten Schule auftauchte. Gut sieht's aus. Derzeit müssen noch die Schächte ausgetauscht werden. Die Geschichte kam ungeplant dazwischen. Doch dann, Mitte/Ende September kann's losgehen mit der Erschließung der sieben neuen Bauplätze in der „Hoheneich“, dem Baugebiet Geislingen IV, wie Ortsvorsteher Georg Seidenfuß informierte. Erste Anfragen gebe es bereits.

Eingetaktet sei die Erschließung auf jedenfall für dieses Jahr, so Bürgermeister Johannes Joas. Sowohl die Schächte als auch der Umzug der Kinderkrippe seien nun außerplanmäßig dazugekommen. „Und ich weiß nicht, was noch auf uns zukommt.“

Blockheizkraftwerk Schulcampus ist gasbetrieben

Landrat Dr. Joachim Bläse habe es ja bereits angekündigt: Es gelte jetzt, sich auf die „Notfallstufe Gas“ vorzubereiten. „Wir müssen schauen, wie wir mit Gasknappheit umgehen.“ Die meisten kommunalen Gebäude würden über Gas beheizt. „Müssen wir Einrichtungen schließen? Sind kurzfristige Umzüge von Einrichtungen in andere Gebäude eine Option?“ Beispielsweise werde der Schulcampus in Unterschneidheim mit einem Blockheizkraftwerk beheizt, doch auch dies sei ein gasgeführtes System. Dafür jetzt einen riesigen Gastank anzuschaffen, um für den Winter vorzusorgen, sei keine Möglichkeit: erstens in der Kürze der Zeit nicht lieferbar, zweitens zu teuer. „Wir sind dran, Lösungen zu erarbeiten“, sagte Joas.

Beim Ausbau der „Weißen Flecken“ sei in Walxheim Spatenstich gewesen, alle Arbeiten vergeben, sagte Seidenfuß. Der Bürgermeister ergänzte: „Die Firma gibt echt Gas, setzt noch einen zweiten Bautrupp ein.“ Der kümmere sich nun um den Ausbau in Nordhausen, erklärte Ortsbaumeister Eugen Lechner. Sobald Trupp 1 in Walxheim durch sei, gehe es in Zöbingen weiter. „Die Teilorte werden bei der Internetgeschwindigkeit den Hauptort überholen“, so der Verwaltungschef. Das liege einfach dran, dass bei den „Weißen Flecken“, also dort, wo die Versorgung am schlechtesten ist, zuerst etwas passiere, da dann aber auch eine gute Versorgung komme. Der Hauptort, der besser versorgt sei, folge dann bei den „Grauen Flecken“. Geplant sei, dass in einem Jahr das Thema „Weißen Flecken“ „gschwätzt isch“.

Seidenfuß berichtete, dass der Ortschaftsschuppen jetzt mit Strom, Wasseranschluss und Isolierung versorgt sei und der Männergesangverein am 16. und 17. September ein Jubiläumswochenende zum 75-jährigen Bestehen plane. Vom Bürgermeister kam die Info, dass der Fremdinger Amtskollege Besserung versprochen habe bei dem Bachlauf, der auf baden-württembergischer Seite tiefer ist als auf bayrischer und ausgebaggert gehört. „Damit das Wasser vernünftig abfließen kann und sich nicht zu uns zurück staut“, wie der Ortsvorsteher erklärte.

Bei der Frage nach einem Buswartehäuschen wollte Joas erstmal die Zwischenbilanz beim Haushalt abwarten. Und auch schauen, was bei den Untersuchungen des Landkreises zum Thema Barrierefreiheit herauskommt.⋌Panja Tillmann-Mumm

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