Warum im Ellwanger KBSZ weiterhin unterrichtet wird

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Im KBSZ dürfen Schülerinnen und Schüler vorerst wieder die Klassenräume betreten, Das sorgte für Verwirrung und Unmut. Aber es gibt einen guten Grund dafür.
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Eltern sind verwirrt: Warum dürfen Jugendliche in Ellwangen am Präsenzunterricht teilnehmen, nicht aber in anderen Teilen des Ostalbkreis?

Ellwangen

Je höher die Inzidenz der Corona-Infizierten steigt, desto mehr nimmt auch die Verwirrung über die Coronaverordnung zu. Auch bei Eltern. Die Fragen sich etwa, wie es sein kann, das Schülerinnen und Schüler zwar nicht am Präsenzunterricht in Schwäbisch Gmünd, aber an dem in Ellwangen teilnehmen dürfen.

„Es gibt für die Berufsschulen keinen Präsenzunterricht“, stellt Susanne Dietterle, Pressesprecherin des Ostalbkreises, auf SchwäPo-Anfrage klar. Allerdings gebe es Ausnahmen. Etwa für die Abschlussklassen der jeweiligen Schulen.

Regeln des Lands verwirren

Aber genau wie die Bürgerinnen und Bürger kämpft auch das Landratsamt mit den kurzfristigen Entscheidungen der Landesregierung. Bereits vor dem Wochenende habe sich aufgrund der steigenden Inzidenzwerte gezeigt, dass die Coronaregelungen strenger werden müssen. „Deshalb haben wir als Schulträger eine Empfehlung ausgesprochen“, berichtet Dietterle. Dieser Empfehlung seien zudem die meisten Kommunen gefolgt. Verbindlich sei sie allerdings nicht gewesen.

Die Empfehlung beinhalte, Schülerinnen und Schüler nicht in den Präsenzunterricht zu schicken. Ab dem kommendem Mittwoch, 21. April, soll die Anordnung aber verpflichtend werden. Ausnahmen gebe es dennoch, etwa für die Abschlussklassen. „Wenn die Schüler Abi haben, dürfen sie auch in den Präsenzunterricht“, so Dietterle.

In die Schule dank Tests

Derzeit dürfen dennoch auch Schülerinnen und Schüler, die nicht in den Abschlussklassen sind, das KBSZ besuchen. Schulleiter Peter Lehle erläutert die Situation. Er, so berichtet er, bekomme gerade sehr viele Anfragen zu dem Thema. Als Schulleiter eines Berufsschulzentrums stehe er aber zwischen den Stühlen. „Der eine Ausbilder will, dass kein Unterricht ausfällt“, erzählt er. Der andere Ausbilder könne nicht erstehen, dass er kleine Gruppen im Betrieb bildet, um das Infektionsrisiko zu minimieren, und die Schüler dann gemeinsam im Klassenraum sitzen.

Wir haben insgesamt 320 Tests gemacht.“

Peter Lehle, Schulleiter

An der Schule, die Peter Lehle leitet, dürfen tatsächlich noch Jugendliche, die nicht zu den Abschlussklassen gehören, das Schulgebäude betreten. Das habe aber einen Grund. Bevor die neue Verordnung kam, wollte man immerhin die Schülerinnen und Schüler, die das Gebäude monatelang nicht von innen gesehen hatten, in die Schule holen wollen.

Strenge Regeln für die Präsenz

Leichtsinnig geht die Schule nicht mit dem Thema aber keinesfalls um. Denn alle Jugendlichen, die die Schule besuchen möchten, müssen einen Corona-Schnelltest durchführen. „Wir haben insgesamt 320 Tests an einem Tag durchgeführt“, berichtet Schulleiter Lehle. „Das heißt, dass von unseren Schülern etwa 20 Prozent im Präsenzunterricht waren“, ergänzt er.

Diese Regeln gelten vom Land Baden-Württemberg

Die Art des Unterrichts während Corona bestimmt das Landesministerium.

Grundschulen: Alle Klassenstufen werden in der Woche ab dem 12. April im Lernen mit Materialien von zu Hause aus unterrichtet. Für die Eltern, die zwingend auf eine Betreuung angewiesen sind, wird eine Notbetreuung eingerichtet.

Weiterführende Schulen: Mit Ausnahme der Abschlussklassen werden alle Klassenstufen ab dem 12. April zunächst im Fernunterricht unterrichtet. Für die Klassenstufen 5-7 wird für die Eltern, die zwingend darauf angewiesen sind, eine Notbetreuung eingerichtet.

Abschlussklassen: Die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr ihre Abschlussprüfungen ablegen, werden seit 22. Februar 2021 im Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht unterrichtet.

Berufliche Schulen: Die Klassen der beruflichen Schulen werden - mit Ausnahme der Regelung für die Abschlussklassen - in der Woche ab dem 12. April im Fernunterricht unterrichtet.

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