Was die Bürger von Kraßbronn sich alles wünschen

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Diese Stützmauer in Krassbronn neigt sich bedenklich und muss ersetzt werden.

Im Zuge des Breitbandausbaus werden in Kraßbronn mehrere Baumaßnahmen umgesetzt.

Ellenberg. Kraßbronn, Teilort der Gemeinde Ellenberg, soll an das Breitbandnetz angeschlossen werden. Parallel dazu sind mehrere Baumaßnahmen vorgesehen. Der Gemeinderat definierte in seiner jüngsten Sitzung Umfang und Kostenrahmen.

Glasfaseranschlüsse sollen bis in jedes Haus verlegt werden, erklärte Bürgermeister Rainer Knecht. Den Auftrag habe der Gemeinderat bereits an die Firma Engelhardt (Dinkelsbühl) vergeben. Außerdem soll die Mauer am Ortsausgang in Richtung Eiberg instandgesetzt werden. Der Zweckverband Rieswasserversorgung wolle abschnittsweise Versorgungsleitungen erneuern und auch die ODR plane Tiefbauarbeiten.

Mit Bezug auf die bevorstehenden Arbeiten hätten Bürger an die Gemeindeverwaltung geschrieben und „Wünsche, Vorschläge, Anregungen und Forderungen“ geäußert. Der Begriff „Forderungen“ habe ihm überhaupt nicht gefallen, betonte der Schultes. Konkret wurde zur Mauersanierung geschrieben: Die betreffende Mauer gehöre der Gemeinde, das Grundstück dahinter sei in Privatbesitz. Weil sich die Mauer seit Jahren zunehmend in Richtung Straße neige, müsse sie erneuert werden.

Beton oder Natursteinquader?

Knecht stellte das Ersetzen der kompletten Mauer und eine Teilinstandsetzung zur Auswahl. Zudem könne man sich zwischen einer Mauer aus Betonfertigteilen und einer Abstufung des Geländes mittels Natursteinquadern entscheiden. Die Räte sprachen sich für eine Kompletterneuerung und einen Mix beider Varianten aus. Weil die bereitgestellten Gelder in Höhe von rund 30 000 Euro nicht ausreichen werden, befürwortete das Gremium vorsorglich eine überplanmäßige Ausgabe.

Straßenbeleuchtung: Die vier bestehenden Straßenleuchten sollen ersetzt und entlang der Grundstückszufahrt gegenüber der Bushaltestelle eine fünfte installiert werden, erklärte Knecht. Im Haushaltsplan seien hierfür rund 10 000 Euro vorgesehen. Das Gremium befürwortete die fünfte Leuchte.

Strom und Wasser: Der Zweckverband Rieswasserversorgung wolle alle alten gusseisernen Hausanschlussleitungen und Teilabschnitte der Hauptleitung ersetzen, berichtete Knecht. Die EnBW wolle die Dachständer abmontieren und erdverkabeln sowie im Bereich der Bushaltestelle eine neue Trafostation bauen. Dies wurde zustimmend zur Kenntnis genommen.

Die Bürger fordern eine weitere Straßenlampe am Ortseingang aus Richtung Beersbach, erklärte Knecht. Zudem wollen sie, dass die links in Richtung Ortsausgang Hirlbach liegende Bushaltestelle versetzt und ein neues Wartehäuschen gebaut wird. Ferner wünschen die Bürger, dass der südlich der Straßengabelungen liegende Maibaumstandort zum „Dorfplatz“ hergerichtet wird.

Während der Diskussion gab der Schultes den anwesenden vier Kraßbronner Bürgern die Gelegenheit, sich zu äußern. Anton Nagler bot im Namen seiner Nachbarn Eigenleistungen an und zog die Forderung, dass alle Wünsche sofort realisiert werden sollen, zurück.

Daraufhin befürwortete der Gemeinderat, dass die Straßenleuchte auf Höhe Naglers Grundstück installiert wird. Die Anwohner sollen die entsprechenden Tiefbauarbeiten übernehmen. Bezüglich des Buswartehäuschens und der Umgestaltung des Maibaumstandortes sollen die Bürger konkrete Planskizzen und Kostenschätzungen einreichen.

Knecht meinte, dass Nagler als Angrenzer des Maibaumplatzes ein paar Quadratmeter seines Grundstücks abgeben könnte. Zudem sagte er zu, sich beim Leader-Programm um Zuschüsse zu bemühen. Franz Rathgeb

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