Wer wird Schultes in Unterschneidheim?

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Jan-Erik Bauer Screenshot: gek
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Johannes Joas und Jan-Erik Bauer präsentieren sich gut vorbereitet.

Unterschneidheim. Außergewöhnliche Zeiten erfordern besondere Maßnahmen und die Gemeindeverwaltung hat schnell reagiert, als die Pandemie im Vorfeld der Bürgermeisterwahl eine Bewerbervorstellung mit Besuchern unmöglich machte. Auf Gemeinderatsbeschluss wurde ein Livestream mit den Kandidaten im Internet organisiert. Jeder Bewerber hatte 15 Minuten Zeit, sich vorzustellen. Eine Fragerunde schloss sich an, die Bürger konnten vorab per E-Mail Fragen einschicken.

Moderiert von Bürgermeister Nikolaus Ebert und seinen Stellvertretern Hermann Geiger und Ansgar Uhl präsentierten sich nur zwei Kandidaten. Samuel Speitelsbach nahm nicht teil. Youtube zählte zeitweise weit über 400 Zuschauer bei dem über zweistündigen Stream.

Der 28-jährige Jan-Erik Bauer, Hauptamtsleiter der Gemeinde Unterschneidheim, stammt aus Reutlingen, lernte Bankkaufmann und studierte öffentliche Verwaltung. Er will Bewährtes bewahren, die Potenziale der Gemeinde ausschöpfen. Dabei seien die kleinen Ortschaften so wichtig wie die großen. Bildung und Betreuung, engagierte Vereine und eine starke Wirtschaft seien ihm wichtig.

Johannes Joas (32) wuchs in Unterschneidheim auf, studierte Jura, war Referendar am Amtsgericht und Staatsanwaltschaft Ellwangen und am Landratsamt Aalen im Geschäftsbereich Soziales beschäftigt. Derzeit arbeitet er bei der Württembergischen Versicherung in Stuttgart. „Von hier, für hier, mit allen“ sei sein Motto. Generationenübergreifendes Wohnen, ein Waldkindergarten, sanfter Tourismus, Stärkung der Ortskerne und Gastronomie, schnelles Internet und eine klimaneutrale Verwaltung waren seine Stichpunkte.

Beide waren gut präpariert, Joas mit langjähriger Ortskenntnis bot dem Hauptamtsleiter gut Paroli. In den Fragen der Bürgerinnen und Bürger ging es unter anderem um Tempo 30 in Zöbingen (beide sind dafür), um Unterstützung der Landwirtschaft (Joas: Flächenverbrauch reduzieren, Bauer: Gemeindeflächen an kleine Betriebe verpachten), um Hundetoiletten (Joas: grundsätzlich ja, Bauer: ja, aber Aufwand für Bauhof), zukünftige Nutzung des „Schlössle“ (Joas: beleben als Haus der Vereine, die Bürger einbinden, Bauer: Haus der Kultur, für Heimatverein und Franz-Bühler Stiftung).

Gerhard Königer

Johannes Joas Screenshot: gek

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